Tomorrow Festival 2014 steht im Zeichen gegen Atommüll-Endlager

Das Festival findet wieder in Zwentendorf statt.
Das Festival findet wieder in Zwentendorf statt. ©Tomorrow Festival/Skalar
Ein klares "Nein zu gefährlichen Atommüll-Endlager" ist die Message des viertägigen Festivals, wie der niederösterreichische Umweltlandesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) am Montag bekannt gab. Neben den künstlerischen Acts am Areal des nie in Betrieb gegangenen AKW Zwentendorf veranstaltet Global 2000 auch heuer zahlreiche Workshops.
Cro und Donots im Line-Up
Deichkind mit dabei

Wie gefährlich Atomenergie ist, sehe man daran, dass durchschnittlich alle zehn Jahre weltweit ein “Super-GAU” stattfindet, so der Landesrat. Die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima jährt sich heuer bereits zum dritten Mal, führte Pernkopf als Beispiel an.

“Wir müssen den Kampf gegen Atomkraft aber nicht nur politisch, sondern auch kulturell führen.” Das Land Niederösterreich unterstütze daher das Festival, um mit Kultur zu informieren.

“Klarer Atomenergieausstiegsplan” gefordert

Pernkopf sprach sich deutlich gegen die drohenden Atommüll-Endlager in der Tschechischen Republik und einen Ausbau des tschechischen Atomkraftwerks Temelin aus. Es brauche klare Energieziele in Europa. “Es darf keine Subventionen für Atomkraft geben. Wir sind für absolute Kostentransparenz”, forderte der Landesrat. Zudem bedürfe es in Europa eines “klaren Atomenergieausstiegsplans”.

Wie groß die ausgehende Gefahr von möglichen Atommüll-Endlagern im Nachbarland ist, war Thema einer vom Land beauftragten Studie, die von Global 2000 durchgeführt wurde. Derzeit würden in Tschechien acht Standorte diskutiert werden, davon sollen bereits im Jahr 2018 zwei ausgewählt sein. “Erst dann wäre die Einbindung Österreichs über eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgesehen. Das ist aber viel zu spät”, warnte die Autorin der Studie, Patricia Lorenz.

Acts am Tomorrow Festival

Trotz der schwierigen Thematik garantierte Diana Lueger, Sängerin der Band “Zweitfrau”, die das Festival moderieren wird, dass auch 2014 für “gute Stimmung” gesorgt sei. Auf insgesamt drei Bühnen werden u.a. Deichkind, Cro, Donots, Kaiser Franz Josef, Florian Meindl, Erwin & Edwin und Tiefenrausch erwartet. Begleitend dazu wird das Gebäude des AKW zu einer Licht-Bühne visueller Kunst. Zudem werden mehr als 20 NGO Workshops für die Festivalbesucher veranstalten.

Regionales Bio-Essen, Müllvermeidung, das “Festival Radeln” sowie Führungen durch das nie in Betrieb gegangene Atomkraftwerk, wo heute Sonnenenergie erzeugt wird, sind auch bei der diesjährigen Auflage fixer Bestandteil der Veranstaltung.

Global 2000 “Tomorrow” Festival 2014, AKW Zwentendorf: 29. Mai bis 1. Juni. Karten sind ab sofort erhältlich.

(APA)

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