Tokio Hotel: Mamas verteidigen Rockband

Mütter verteidigen Tokio Hotel
Mütter verteidigen Tokio Hotel ©EPA
Die Erfolgsband Tokio Hotel hat im Internet von Seiten deutscher Mütter deutliche Unterstützung erfahren, seit vergangene Woche bekannt wurde, dass die Star-Magdeburger neben so zwielichtigen Gestalten wie Rapper Sido und Bushido im Ranking der '10 schlechtesten Vorbilder für Kinder' vertreten waren.
Bilder: Tokio Hotel 2009
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Helle Empörung: Zahlreiche Mütter haben sich im Internet als bekennende Fans von Tokio Hotel zu erkennen gegeben, seit eine Umfrage letzte Woche das Rocker-Quartett als ‘schlechtes Vorbild’ abgetan hatte. Eine repräsentative Umfrage des Münchner Meinungsforschungsinstituts Iconkids & Youth hatte ergeben, dass deutsche Mütter die Erfolgsband Tokio Hotel zur Top Ten der schlechtesten Einflüsse für Kinder zählen, neben so einschlägigen Größen wie Gangster-Rapper Sido und Bushido, aber auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Gegen dieses Umfrage-Ergebnis kam es nun zu einem Sturm der Entrüstung. Im Internet-Forum auf ‘Europolitan.de’ schrieb beispielsweise eine Userin namens ‘Gitte’: “Vollkommener Blödsinn! Meine 15-jährige Tochter ist begeisterter TH-Fan. Seit drei Jahren habe ich sie auf viele Konzerte begleitet. Die Jungs machen gute Musik, wir freuen uns schon auf die nächste Tour!” Dieser Meinung sei jedoch nicht nur sie alleine: “Ich habe in den letzten Jahren viele andere Mütter auf den Konzerten getroffen, die dieselbe Meinung hatten.”

Eine weitere Mutter namens ‘Gast’pflichtet dem nicht nur bei, sondern gibt sich auch selbst als glühender Fan von Tokio Hotel zu erkennen: “Bin selbst 30, Mutter und TH Fan. Ich persönlich kann nicht verstehen, das andere Mütter sowas behaupten, aber da wird wohl zuviel auf die Medien gehört.”

Auch die angebliche Gewaltepisode rund um Gitarrist Tom Kaulitz (19) sieht die Nutzerin nicht als bedenklich an: “Dass Tom diese Stalkerin (sie ist kein Fan!) ins Gesicht geschlagen hat, ist überhaupt nicht bewiesen, auch auf dem Video ist nichts eindeutiges zu erkennen. Sie widerspricht sich in jedem Beitrag und kann sich das lachen nicht verkneifen.”

‘Kierdorf’ schlägt in dieselbe Kerbe: “Bin eine 36 Jährige Mutter und liebe TH über alles – sie sind eine tolle junge Band die super schöne Lieder hat! Ich gehe seit Anfang der Stunde zu Konzerten mit meiner Tochter die mittlerweile 18 Jahre ist- und ich bin froh das sie ausgerechnet DIESE Band als Vorbild hat und hatte.”

‘Pippilotta’ pflichtet dem bei: “Ich bin 42 und geh mit meiner Tochter zum TH-Konzert. Unter schlechten Vorbildern verstehe ich etwas gaaaanz anderes. Was Tom betrifft, kann ich ihn teilweise verstehen, auch wenn Gewalt keine Lösung ist. Aber bei Stalking würde ich auch irgendwann die Nerven verlieren.”

Unter den weiteren Einträgen gibt es keine einzige Mutter, die den Teenie-Idole eine wirklich schädliche Wirkung auf Jugendliche unterstellt. Bleibt also die Frage, bei welchen deutschen Müttern das Institut Iconkids & Youth nachgefragt hat.

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