Tipps und Hilfe für Stalking-Opfer

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Ein Ratgeber mit rechtlichen Hinweisen für die Opfer von Stalkern ist in Wien erschienen. So soll gegen das "Alltagsproblem" vorgegangen werden.

„Stalking ist nichts anderes als Psychoterror“, verkündete Martin Kind anlässlich der Präsentation seines Ratgeber-Buchs „Stalking“ am Dienstag in Wien. Es soll vor allem rechtliche Hilfe und Tipps für Betroffene und Personen in deren Umfeld bieten. Schon im ersten Jahr nach dem Inkrafttreten des Anti-Stalking-Gesetzes im Juli 2006 sind über 2.000 Anzeigen wegen „beharrlicher Verfolgung“ bei der Polizei eingegangen.

Stalking ist ein Alltagsproblem, das oft im Nahbereich stattfindet – die Hemmschwelle für eine Anzeige sei daher groß. Dennoch ist diese oft das einzige Mittel um den Psychoterror zu beenden. Sofort nach der Anzeige kann bei Gericht eine einstweilige Verfügung gegen den Täter erwirkt werden. Nötig sind dafür aber vor allem Beweise – „SMS sollte man also nicht genervt löschen, sondern speichern und aufheben“, so Kind. Diesen und viele andere Tipps findet man in seinem Ratgeber.

Fast ein Viertel aller Frauen und etwa zehn Prozent aller Männer haben bereits Erfahrungen mit Verfolgung und Belästigung gemacht. Ausgangspunkt ist oft das Ende einer Beziehung, das der Ex-Partner nicht akzeptieren kann. Meistens ist das der Mann – denn zwei Drittel der Stalking-Opfer sind weiblich. Prinzipiell handelt es sich aber um ein soziales Phänomen, das „durch alle Schichten geht“, erklärte der Buchautor. Von Stalking sei jedenfalls dann die Rede, „wenn es zwischen Opfer und Täter eine einseitige Beziehung gibt“ – die Kontaktaufnahme also von einer der beiden Personen nicht erwünscht ist.

„Es gibt Hilfe“, verkündete auch Udo Jesionek von der Opfer-Hilfe Weisser Ring Österreich. Der Opfernotruf 0800/112 112 ist rund um die Uhr erreichbar, anonym und kostenlos. Auch psychologische Betreuung und rechtliche Beratung kann man dort erhalten. Die Opfer haben oft Berührungsängste, Depressionen und Angstzustände, daher sei es umso wichtiger für sie zu erfahren: „Sie sind nicht alleine, wir sind für sie da“, so Jesionek.

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