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Tierschutzverein bricht ein

Der im Konkursverfahren steckende Wiener Tierschutzverein (WTV) bringt die von ihm geforderten 400.000 Euro nicht zusammen. Formell wird das Tierschutzhaus in Vösendorf deshalb am 28. Februar geschlossen.

Nach derzeitigem Stand soll es aber einen nahtlosen Übergang mit einem neuen Betreiber am 1. März geben.

„Es wird zu einer Schließung des Betriebes in der aktuellen Form kommen“, unterstrich Masseverwalter Piskernik. Am 1. März soll nach jetzigen Planungen das Tierheim dann von einer eigens gegründeten Betriebsgesellschaft weitergeführt werden, welcher der Sanierer Erhard Grossnigg vorsteht. Dieser hatte bereits bei Forstinger und der Porzellanmanufaktur Augarten diese Aufgabe wahrgenommen.

Der große Knackpunkt bleibt aber nach wie vor eine Einigung mit dem Leasinggeber des Tierschutzhauses, der Bank Austria-Creditanstalt -Tochter BAL Helios. Diese sei zwingend bis zum 1. März erforderlich, damit das Tierasyl weiter betrieben werden könne, stellte Piskernik klar. Derzeit liegen die monatlichen Leasingraten bei 70.000 Euro.

Der WTV selbst strebe nach wie vor einen Zwangsausgleich an, der auch immer noch im Bereich des Möglichen liege, bestätigte der Masseverwalter. Sollte dieser zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden, könnten nach der Sanierungsphase die Anteile der Betriebsgesellschaft wieder dem Verein übertragen werden. Wichtig sei jedenfalls, dass das Haus wirtschaftlich geführt werde.

Auch bei der Bank Austria-Creditanstalt gab man sich am Montag auf APA-Anfrage zuversichtlich, bis zum 1. März zu einem Resultat kommen zu können. „Unser Ziel muss es sein, bis Mittwoch eine Einigung zu erreichen“, unterstrich ein Sprecher. Man sei diesbezüglich optimistisch.

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