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Tiergarten Schönbrunn vermeldet Nasenbären-Nachwuchs im Doppelpack

Eines der Nasenbären-Babys im Tiergarten Schönbrunn
Eines der Nasenbären-Babys im Tiergarten Schönbrunn ©Daniel Zupanc
Frohe Kunde aus dem Wiener Tiergarten Schönbrunn: Bei den Weißrüssel-Nasenbären Puppe und Fernando hat es sofort gefunkt - nun ist die Freude über gleich doppelten Nachwuchs groß.
Das sind die Nasenbären-Babys
Robben-Baby in Schönbrunn geboren

Erst im April 2019 ist das Nasenbären-Männchen in den Tiergarten Schönbrunn eingezogen und schon gibt es Nachwuchs.

Nasenbären-Zwillinge im Tiergarten Schönbrunn geboren

„Am 4. Juni hat unser Nasenbären-Weibchen Zwillinge zur Welt gebracht. Bei der Geburt messen Nasenbären von der Nasenspitze bis zum Po etwa 10 Zentimeter. Dazu kommt noch der typische lange Schwanz. Sie sind blind und taub und werden in den ersten Wochen in einem Nest versorgt“, so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck.

Mittlerweile unternehmen die Zwillinge ihre ersten Ausflüge – allerdings noch auf wackeligen Beinen. „Etwa einen Meter dürfen sie sich von der Mutter entfernen, bevor sie sie ins Nest zurückholt. Für unser Pärchen ist es der erste Wurf und beide kümmern sich fürsorglich“, freut sich Tierpflegerin Michaela Hofmann.

Aussehen und Leben der Weißrüssel-Nasenbären

Die Jungtiere, deren Geschlecht noch nicht bekannt ist, werden noch gesäugt. Sie interessieren sich aber auch schon für süßes Obst wie Weintrauben und Birnen. Sie sehen wie erwachsene Tiere in Miniaturformat aus. „Das Fell der Weißrüssel-Nasenbären ist graubraun. Rund um die Augen und an der Schnauze sind sie weiß gefärbt“, beschreibt Hering-Hagenbeck.

Nasenbären zählen zu den Kleinbären und sind beinahe in ganz Südamerika verbreitet. Ihren Namen verdanken sie ihrer beweglichen, rüsselartigen Nase. Von den drei Nasenbären-Arten darf in den europäischen Zoos derzeit nur der Weißrüssel-Nasenbär gezüchtet werden. Er steht nicht auf der EU-Liste der invasiven Arten. „Invasive Arten, die eingeschleppt werden und heimische Arten verdrängen, sind ein großes Problem. Zoologische Gärten leisten hier wichtige Aufklärungsarbeit.“


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