Thomas Rohregger muss auf WM-Rennen verzichten

Thomas Rohregger verzichtet auf einen Start in Mendrisio
Thomas Rohregger verzichtet auf einen Start in Mendrisio ©APA (Archiv)
Nach der heutigen Untersuchung auf der Uni–Klinik in Innsbruck und einer Testfahrt am Rad steht fest: Thomas Rohregger wird nicht beim WM–Straßenrennen in Mendrisio dabei sein. Dem Profi macht ein Abszess zu schaffen.

Rohregger ließ nichts unversucht, absolvierte unmittelbar nach der Untersuchung ein „Probetraining“ auf dem Rad: „Bei jedem Kanaldeckel ist mir vor Schmerz schwarz vor den Augen geworden. Ich müsste starke Schmerzmittel einnehmen. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass die Wunde neuerlich aufreißt“, erklärt der Radprofi: „Ich kann nicht 100% geben und deshalb macht ein WM–Start auch keinen Sinn. Auf der Universitätsklinik bin ich super betreut worden, denn auch von ärztlicher Seite wurde alles versucht, um einen Start doch noch zu ermöglichen. Aber bei allem vorhandenen Verbandszeug und trotz des speziellen Flies ist es mir nicht möglich, über sieben Stunden am Rad zu sitzen und Höchstleistungen zu erbringen. Diese Situation passt zu den letzten Monaten, aber es kann jetzt nur noch besser werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass meine Pechsträhne bald aufhören wird.“

Sokoll der 3. Profi neben Trampusch und Wrolich
Der Kärntner Christoph Sokoll wurde als dritter Profi nachnominiert. Der Fahrer von Corratec-Vorarlberg wird morgen mit den U23-Fahrern nach Mendrisio reisen. “Thomas ist gesundheitlich nicht in der Lage, deshalb musste er absagen. Unsere Taktik war natürlich an ihm aufgehängt. Der Kurs ist sehr schwer, es geht nur rauf und runter. Für Paco Wrolich ist der Kurs wahrscheinlich zu anspruchsvoll, wie er selbst gesagt hat. Jetzt hoffen wir, dass Gerhard Trampusch am Sonntag gut in Form ist. Natürlich sind die Erwartungen jetzt dementsprechend runtergeschraubt”, sagt Nationaltrainer Hartl. 

Erster Weltmeister aus Australien – Brändle 31.
Der erste Weltmeister der Rad-WM von Mendrisio kommt aus Australien. Jack Bobridge setzte sich heute beim 33,2 Kilometer langen Zeitfahren der U23-Fahrer gegen den Portugiesen Nelson Oliveira und dem Deutschen Patrick Gretsch durch.

Zeitfahrmeister Matthias Brändle landete mit knapp zweieinhalb Minuten Rückstand auf dem 31. Platz, Matthias Krizek wurde 60. “Matthias Rückstand hält sich in Grenzen und das Feld ist sehr dicht beieinander. Von der Leistung her hat es gepasst, er lag ungefähr in dem Bereich des Vorjahres”, analysierte ÖRV-Nationaltrainer Franz Hartl.

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