Thiem nach Aufgabe von Goffin im Marseille-Viertelfinale

In 21 Minuten ins Viertelfinale
In 21 Minuten ins Viertelfinale
Dominic Thiem ist am Donnerstag nach nicht einmal 21 Minuten ins Viertelfinale des mit 565.735 Euro dotierten ATP-Turniers in Marseille eingezogen. Der 21-jährige Niederösterreicher profitierte allerdings von der Aufgabe seines als Nummer 6 gesetzten belgischen Gegners, David Goffin, beim Stand von 5:1 für Thiem. Österreichs Nummer eins trifft nun am Freitag auf Roberto Bautista Agut (ESP-4).


“Ich glaube, dass sich David beim Einschlagen an den Rippen verletzt hat, weshalb es dann schon so früh zu Ende war”, ließ Thiem via Facebook verlauten. “Es tut mir leid für ihn, nichtsdestotrotz blicke ich erfreut und ausgeruht Richtung Viertelfinale”, meinte er kurz vor seinem Doppel-Einsatz an der Seite von Lukas Rosol.

Für Thiem bedeutet dies den größten Erfolg seit seinem Achtelfinal-Einzug bei den US Open in New York und das erste Viertelfinale seit dem Endspiel von Kitzbühel, das er gegen Goffin verloren hatte. Es ist nach Kitzbühel (2013, 2014) und Wien (2013) überhaupt erst sein viertes Viertelfinale auf der ATP-Tour und das erste außerhalb von Österreich.

Der erste Sieg nach vier Niederlagen gegen Goffin kam allerdings nicht nach dem Geschmack des Lichtenwörthers zustande. Der offensichtlich physisch beeinträchtigte, regierende Kitzbühel-Champion musste nach dem zweiten Serviceverlust zum 1:5 seinen Schmerzen Tribut zollen, er gab wegen Rückenbeschwerden auf.

Thiem trifft nun am Freitag auf den als Nummer vier gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut. Im bisher einzigen Duell mit dem Weltranglisten-16. hatte sich Österreichs Nummer eins in der ersten Runde der Australian Open in Melbourne vor etwas mehr als vier Wochen nach gewonnenem ersten Durchgang in vier Sätzen beugen müssen. Sollte sich Thiem durchsetzen können, winkt ihm ein Match gegen den topgesetzten Milos Raonic (CAN), der allerdings noch Simone Bolelli (ITA) sowie im Viertelfinale Gael Monfils (FRA-7) bezwingen müsste.

Für den Schützling von Günter Bresnik hat sich der Trip nach Marseille jedenfalls schon ausgezahlt. Allein das Viertelfinale bringt ihm 45 Punkte und 16.730 Euro Preisgeld. Thiem war am (heutigen) Donnerstag auch noch im Doppeleinsatz.

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