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Thiem erreichte mit Zverev-Sieg in München 7. ATP-Finale

Dominic Thiem spielt bisher die Saison seines Lebens
Dominic Thiem spielt bisher die Saison seines Lebens
Tennis-Ass Dominic Thiem steht im Finale des ATP-Sandplatzturniers von München. Am Samstag setzte sich der an dritter Stelle gereihte Niederösterreicher gegen seinen deutschen Kontrahenten Alexander Zverev (8) mit 4:6,6:2,6:3 durch und machte damit sein siebentes Finale auf der ATP-Tour perfekt. Im Finale trifft er auf den Deutschen Philipp Kohlschreiber.


Gegen die 19-jährige deutsche Tennishoffnung Alexander Zverev, der am Vortag den topgesetzten Belgier David Goffin ausgeschaltet hatte, brauchte Thiem zwar etwas Anlaufzeit, war dann aber der klar bestimmende Spieler. Der Finalgegner wurde im Anschluss im Duell zwischen Philipp Kohlschreiber (GER-4) und Fabio Fognini (ITA-5) ermittelt.

Die Erwartungen Thiems sollten bei bestem Tenniswetter am Rande des Englischen Gartens vor 5.000 Zuschauern auf dem vollbesetzten Center Court eintreffen. “Es wird ein sehr hartes Match morgen”, hatte Thiem nach seinem Halbfinaleinzug am Donnerstag prophezeit. In der Tat forderte ihn Alexander Zverev, Bruder des um neun Jahre älteren Mischa Zverev, über eine Stunde voll. Das erste Break des Deutschen zum 2:1 konterte Thiem noch postwendend, das neuerliche Break im folgenden fünften Game konnte er aber nicht mehr zurückholen.

Thiem steigerte sich jedoch in der Folge entscheidend, nach dem Break zum 3:1 im zweiten Satz diktierte er das Geschehen klar. Den ersten Matchball vergab der Österreicher noch mit einem Doppelfehler, dann machte er nach exakt zwei Stunden Spielzeit mit einem Ass seinen 29. Sieg in diesem Jahr perfekt.

“Ich habe eine extrem schwere Partie erwartet und dass ich über drei Sätze gehen muss. Im zweiten Satz hat mir eine kleine Schwächephase von ihm ein Break ermöglicht, dann ist die Partie in meine Richtung gekommen”, resümierte Thiem gegenüber dem Bayrischen Rundfunk. Vor allem mit spielerischer Variabilität habe er die Partie gewonnen. “Von hinten spielt er unfassbar, von der Grundlinie ist man meistens Zweiter. Ich habe dann versucht, ein paar Slices und Stops einzustreuen”, erklärte Thiem.

“Ihr könnt hier in Deutschland froh sein, dass ihr so ein Riesentalent wie Sascha habt”, lobte Thiem sein Gegenüber, das zum vierten Mal in einem ATP-Halbfinale gestanden hatte. “Es war ein gutes Match von uns beiden und ganz sicher nicht das letzte. Ich hoffe, dass sich da eine schöne Rivalität entwickelt, und ich bin froh, das erste von vielen gewonnen zu haben.”

Der als Nummer vier gesetzte Kohlschreiber bezwang im zweiten Halbfinale den Italiener Fabio Fognini (5) nach nur knapp 65 Minuten mit 6:1,6:4 und hofft nun auf seinen bereits dritten München-Titel. Für Thiem, der damit nach Zverev auf den zweiten Deutschen en suite trifft, ist es freilich auch die Gelegenheit zur verspäteten Revanche. Denn im vergangenen Sommer hatte Kohlschreiber im Kitzbühel-Semifinale den Endspieleinzug des Niederösterreichers verhindert. Der in Kitzbühel lebende Kohlschreiber schaltete Thiem im ersten Duell mit 6:0,7:6(6) aus und holte in der Folge auch den Titel.

“Ein Finale auf der ATP-Tour ist etwas wirklich Schönes, aber danach ist nur der Sieger happy. Morgen gegen Philipp, wieder gegen einen guten Freund, das wird ein sehr gutes Match. Hoffentlich kann ich es gewinnen”, sagte Thiem im Hinblick auf sein siebentes Endspiel.

Kohlschreiber ist jedenfalls gewarnt. “Dominic hat letztes Jahr schon richtig gut gespielt, im Moment ist er ein ziemlich heißer Spieler. Er hat Riesenschritte gemacht”, konstatierte Kohlschreiber. Thiem hat übrigens am Samstag seinen 29. Saison-Sieg gefeiert und damit Weltranglisten-Leader Novak Djokovic (28 Siege) überholt, allerdings hat der Serbe im Gegensatz zu Thiems sieben Niederlagen nur zweimal verloren. Zudem hat Thiem auch sein 14. Match in diesem Jahr, das in einen Entscheidungssatz ging, gewonnen.

Thiem hat übrigens – unabhängig vom Abschneiden am Sonntag – im ATP-Ranking wieder Platz 14 sicher. Sollte er das Endspiel gewinnen, überholt er im ATP Race den Franzosen Gael Monfils und ist wieder sechstbester Spieler dieses Jahres.

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