Thiem ergriff Achtelfinal-Chance bei Erste Bank Open

Dominic Thiem am Dienstag beim Erste Bank Open.
Dominic Thiem am Dienstag beim Erste Bank Open. ©APA
Der Niederösterreicher Dominic Thiem hat am Dienstag beim Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle zum dritten Mal und das in Serie ein Achtelfinal-Ticket gebucht.
Thiem beim Erste Bank Open
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Wie im Vorjahr der Slowake Lukas Lacko musste gegen das ÖTV-Talent erneut ein Top-70-Spieler die Segel streichen, der Spanier Daniel Gimeno-Traver unterlag 4:6,7:5,4:6. Für Thiem geht es am Donnerstag gegen den Sieger der Mittwoch-Partie Matinko Matosevic (AUS) gegen Gael Monfils (FRA-6) weiter.

“Es war extrem schwierig”, meinte Thiem nach seinem in 2:09 Stunden fixierten Erfolg. Er hat in engen Situationen gut serviert und mehrmals Breakbälle mit Assen abgewehrt.” Doch der Lokalmatador wartete geduldig auf die ihm sich bietenden Chancen. “Die muss man dann auch nutzen.”

Thiem nahm Breakchance wahr

Bei 4:4 im dritten Satz nahm er die entscheidende Breakchance auch wahr und servierte danach aus. Damit revanchierte sich Thiem für die Niederlage in Kitzbühel 2011.Damals hatte der Bresnik-Schützling sein Debüt in einem Tour-Hauptfeld gegeben, diesmal war der Auftritt vor großem Publikum fast schon so etwas wie Routine. Dementsprechend selbstbewusst war der Lichtenwörther in die Partie gegangen und von einer Siegchance gegen den in der Weltrangliste 79 Plätze vor ihm liegenden Iberer überzeugt.

Die Fans trieben ihn zusätzlich an. “Es war viel los in der Halle, das hat mir extremen Auftrieb gegeben”, sagte Thiem.

Die Unterstützung hatte Thiem schon zu Beginn des ersten Satzes nötig, als es mit dem Service nicht so wie gewünscht klappte. Daher musste er nach geschafftem Break auch postwendend das Rebreak zulassen. Doch wie letztlich auch im dritten Satz gelang Österreichs Nummer drei bei 4:4 der entscheidende Punktschlag und servierte danach zur Satzführung aus.

Gegner dreht den Spieß zunächst um

Im zweiten Durchgang drehte der Gegner aber den Spieß um, mit einem Break zum 7:5 glich er aus.

“Der zweite Satz war extrem bitter, weil ich auf einer Welle war und plötzlich hinuntergerissen wurde”, blickte Thiem auf diese kritische Phase zurück. “Aber es ist in solchen Situationen einfacher, wenn die Halle hinter dir steht. Der Jubel nach dem Matchball ist eine Situation, für die man spielt.” Thiems Coach Günter Bresnik weilt übrigens zur Betreuung von Ernests Gulbis in Stockholm, der Lette zog mit einem Dreisatzsieg gegen Jeremy Chardy (FRA) ins Achtelfinale ein.

Thiem kann nun am Mittwoch seinen nächsten Gegner studieren, Monfils ist Favorit. Der Publikumsmagnet hat erst vergangene Woche im Shanghai-Achtelfinale gegen den schweizerischen Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer gewonnen. “Matosevic ist sicher der schwächere Spieler, aber es wird für Monfils keine leichte Aufgabe” sagte Thiem. Gegen Matosevic käme es für ihn zur Revanche, im vorjährigen Wien-Achtelfinale unterlag er dem Australier 3:6,6:7(5).

(APA)

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