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Theater und Oper werden wieder online und im TV gezeigt

Theater und Oper gibt es bis Ende November nicht als Live-Erlebnis.
Theater und Oper gibt es bis Ende November nicht als Live-Erlebnis. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Zwar ersetzt Streaming das Live-Erlebnis nicht, dennoch wird es in den kommenden Wochen Theater und Opern erstmal nur online und im TV geben.

Streaming ersetzt das Liveerlebnis nicht - darüber waren sich Theatermacher und Theaterbesucher während des ersten Lockdowns einig. Und doch gibt es in den kommenden Wochen für Fans der darstellenden Künste wieder keine anderen Alternativen als Aufführungen im Fernsehen oder im Stream.

Wiener Staatsoper bietet kostenlosen Stream aus dem Archiv

So wird die Wiener Staatsoper erneut Videomitschnitte aus dem digitalen Archiv kostenlos als Stream anbieten und sich dabei zum großen Teil am regulären Spielplan orientieren. Die Streams sind auch international auf play.wiener-staatsoper.at verfügbar. Beginn ist jeweils um 19 Uhr, die Übertragungen sind 24 Stunden lang abzurufen. Der für gestern, Dienstag, geplante Start ging allerdings daneben. Die am 31. Oktober aufgenommene Vorstellung von Dmitri Tcherniakovs "Eugen Onegin"-Inszenierung wie vorgesehen auszuspielen, war "in Anbetracht der derzeitigen Sicherheitslage in der Wiener Innenstadt (...) technisch nicht möglich", hieß es gestern aus dem Haus. Man hat die Übertragung daher auf Freitag, 6. November, verschoben. So wird heute, Mittwoch, mit Benjamin Brittens "A Midsummer Night's Dream" (Musikalische Leitung: Simone Young, Inszenierung: Irina Brook) in der Vorstellung vom 2. Oktober 2019 gestartet. Für Donnerstag ist dann "Cavalleria rusticana" / "Pagliacci" von Montag vorgesehen - also der Mitschnitt just jenen Abends, an dem in der Innenstadt das Terrorattentat stattfand, in dessen Folge die Gäste der Vorstellung nach deren Ende noch bis kurz vor Mitternacht im Haus verbleiben mussten.

Wie schon im ersten Lockdown bietet das Portal nachtkritik.de einen Onlinespielplan an. Auf ihm sieht man allerdings, dass das digitale Programm erst wieder im Hochfahren ist. Für Mittwoch finden sich hier neben dem Angebot des österreichischen "aktionstheater ensemble" ("Bürgerliches Trauerspiel. Wann beginnt das Leben") noch Liveperformances aus München, Vorstellungen des Maxim Gorki Theaters in Berlin und das Angebot der "Akademie für Theater und Digitalität" am Theater Dortmund.

Theater wird auch im Fernsehen gezeigt

Nicht nur im Stream gibt es in den kommenden Wochen Theater zu sehen. Der Fernsehsender 3sat zeigt unter anderem zwei Inszenierungen vom Berliner Theatertreffen 2020: Am Samstag (7. November) ist "Der Menschenfeind" in der Regie von Anne Lenk vom Deutschen Theater Berlin zu sehen, am 14. November folgt Alexander Giesches Inszenierung "Der Mensch erscheint im Holozän" vom Schauspielhaus Zürich. Die Inszenierung nach der Erzählung von Max Frisch ist Anfang Oktober in Österreich mit dem Nestroy-Preis 2020 als Beste Aufführung im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet worden.

Auch die "Hamlet"-Inszenierung von Johan Simons am Schauspielhaus Bochum mit Sandra Hüller in der Hauptrolle ist ab dem 7. November für einen Monat in der 3sat-Mediathek abrufbar. Auf den Homepages verschiedener Theater seien zudem weitere Aufzeichnungen von Stücken der vergangenen Jahre zu sehen, die der Sender den Theatern zur Verfügung gestellt hat, hieß es seitens von 3sat.

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(APA/Red)

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