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The New Mutants - Kritik und Trailer zum Film

Der neue Film aus dem "X-Men"-Universum dreht sich um fünf Mutanten im Teenageralter, die in einer abgelegenen Forschungseinrichtung festgehalten werden - angeblich zu ihrem eigenen Schutz. Dort findet sich auch die Jugendliche Dani Moonstar (Blu Hunt) wieder, nachdem sie als einzige einen Tornado in ihrem Heimatdorf überlebt hat.

Fünf traumatisierte Teenager mit Superkräften werden gegen ihren Willen in einer einsamen Forschungseinrichtung festgehalten. Die jungen Mutanten sollen lernen, ihre Kräfte zu kontrollieren. Doch in dem alten Laborgebäude häufen sich mysteriöse Zwischenfälle. Der "X-Men"-Nachwuchs ist ab Donnerstag in den Kinos zu sehen.

Die Flut an Comicverfilmungen aus Hollywood ebbt trotz Corona nicht ab. Der Trailer des für 2021 geplanten "The Batman" entzückt schon jetzt die Fans. Seit Wochen läuft die Werbekampagne für "Wonder Woman 1984" und "Black Widow", die in den Startlöchern stehen. Beinahe unbemerkt und ohne großes PR-Brimborium kommt nun eine weitere Comicverfilmung aus dem Hause Marvel ins Kino: "The New Mutants" ist zur Abwechslung kein buntes Spektakel mit bombastischer Action und witzigen Sprüchen, sondern ein Horrorfilm.

The New Mutants - Kurzinhalt zum Film

Es beginnt mit Teenagerin Dani Moonstar (Blu Hunt), die als einzige einen Tornado in ihrem Heimatdorf überlebt hat. Nach dem Unglück erwacht sie in einem abgelegenen Krankenhaus, wo sie mit Handschellen ans Bett gekettet wurde. Die leitende Ärztin Dr. Reyes erklärt Dani, dass sie eine Mutantin ist. Um sie vor sich selbst und anderen zu schützen, soll Dani ihre Kräfte erforschen und lernen, sie zu kontrollieren. Erst dann darf sie die dubiose Einrichtung, die eher wie ein Forschungslabor wirkt, verlassen.

Neben Dani und Dr. Reyes halten sich nur vier andere Menschen in dem tristen Gebäude auf - die traumatisierten Jugendlichen Rahne Sinclair ("Game of Thrones"-Star Maisie Williams), Illyana Rasputin (Anya Taylor-Joy), Sam Guthri (Charlie Heaton aus "Stranger Things") und Roberto da Costa (Henry Zaga). Alle sind gegen ihren Willen dort. Und alle haben - gewollt oder ungewollt - Menschenleben auf dem Gewissen.

Nach anfänglichen Animositäten freunden sich die Teenager, die durch einen riesigen Energieschild an der Flucht gehindert werden, miteinander an. Zwischen Dani und Rhane entwickelt sich sogar eine Romanze. Doch bald häufen sich in dem alten Gebäude mysteriöse und zunehmend bedrohliche Vorfälle. Dani hat eine böse Vermutung: "Ich glaube, wir sind nicht hier, um gesund zu werden."

The New Mutants - Die Kritik

Nach Action-Abenteuern und Komödien ist "The New Mutants" der erste Gruselfilm nach einem Marvel-Comic. Er ist aber nicht Teil des Marvel Cinematic Universe (MCU) mit den erfolgreichen Blockbustern "Avengers", "Thor" oder "Guardians of the Galaxy". Er zählt vielmehr zur "X-Men"-Reihe mit Spin-off-Filmen wie "Wolverine: Weg des Kriegers" oder "Deadpool". Bis auf die Erwähnung der X-Men ist "The New Mutants" allerdings kaum mit den anderen Filmen verknüpft.

Dass die 2018 gestorbene Marvel-Legende Stan Lee noch als Executive Produzent von "The New Mutants" genannt wird, hat einen Grund. Die Dreharbeiten fanden 2017 statt. Der ursprünglich für 2018 geplante Start wurde mehrfach verschoben - erst wegen geplanter Nachdrehs, zu denen es nie kam, dann aufgrund der Übernahme von 20th Century Fox durch den Disney-Konzern - und schließlich wegen der Coronakrise.

Ähnlich zäh wie der Prozess bis zum Kinostart ist leider auch der Film von US-Regisseur Josh Boone ("Das Schicksal ist ein mieser Verräter"). Es dauert viel zu lang, bis sich endlich etwas tut. Viel passiert aber auch dann nicht. Als vermeintlicher Horrorfilm fehlt "The New Mutants" die Spannung. Eine Gänsehaut kommt allenfalls bei der tragischen Vorgeschichte von Illyana auf - wenn sie erzählt, dass sie als Kind missbraucht wurde und aus Rache 18 Männer tötete. Doch die Geschichte und ihre Figuren bleiben insgesamt oberflächlich.

Ein Lichtblick sind die beiden Darstellerinnen Anya Taylor-Joy, die mit ihrer quirligen Spielfreude schon in der Jane-Austen-Komödie "Emma" begeisterte, und die hervorragende Masie Williams. Taylor-Joy überzeugt als traumatisierte Illyana, die unter Angst in ihre eigene Fantasiewelt flüchtet und dort zur Superheldin mutiert. Williams, die als Arya Stark in "Game of Thrones" berühmt wurde, macht als Werwolf Rhane eine gute Figur. Newcomerin Hunt ist dagegen etwas farblos, und Charlie Heaton spielt einfach seine "Stranger Things"-Rolle weiter.

Wirklich unterhaltsam an "The New Mutants" ist nur das spektakuläre Finale, das wie ein Auftakt zu weiteren Filmen wirkt. So war es wohl ursprünglich auch geplant. Doch durch die schleppende Produktion hat das Projekt an Schwung verloren. Zudem waren die US-Kritiken mäßig. Und die Filmrechte liegen nun wieder bei den Marvel Studios, die für das MCU verantwortlich zeichnen. "The New Mutants" wird also vermutlich so unbemerkt verschwinden, wie der Film ins Kino kam.

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(APA/Red)

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