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The Gentlemen - Kritik und Trailer zum Film

Für die Gangsterkomödie "The Gentlemen" holte Kultregisseur Guy Ritchie ein herrliches Starensemble vor die Kamera. Oscar-Gewinner Matthew McConaughey spielt den amerikanischen Drogenbaron Mickey Pearson, Michelle Dockery seine Frau Rosalind. Und Hugh Grant amüsiert als schmieriger Privatdetektiv Fletcher. Als Pearson sein millionenschweres Marihuana-Imperium verkaufen und sich aus dem Drogengeschäft zurückzuziehen will, bringt er eine Reihe von ungewollten Ereignissen in Gang, die auch ein paar Todesfälle zur Folge haben.

Mit dem Disney-Erfolg "Aladdin" bewies Guy Ritchie, dass er sogar buntes Familienkino kann, und rehabilitierte sich damit auch nach dem Fantasyflop "King Arthur". Mit "The Gentlemen" kehrt der 51-Jährige nun zu seinen Anfängen zurück: Die hervorragend besetzte Gangsterkomödie spielt in London und erinnert an Ritchies frühen Erfolg "Snatch". Ab Freitag im Kino.

The Gentlemen - Kurzinhalt zum Film

So dreht sich auch "The Gentlemen" um Drogen, Gewalt, derbe Sprüche und groteske Zufälle. Und um Gangsterrap. Dabei spielt Oscar-Gewinner Matthew McConaughey ("Dallas Buyers Club") den smarten US-Amerikaner Mickey Pearson. Der Oxford-Absolvent hat in seiner britischen Wahlheimat ein millionenschweres Marihuana-Imperium aufgebaut, das er nun verkaufen will. Doch sein geplanter Ausstieg aus dem illegalen Geschäft ruft mehr Interessenten auf den Plan, als Pearson lieb ist. Das führt zu einigen Todesfällen in und um London. Und dann sind auch noch russische Gangster involviert.

Hugh Grant ("Notting Hill") ist absolut köstlich als schmieriger Privatdetektiv Fletcher, der Pearson zu erpressen versucht. Für den Herausgeber einer Boulevard-Zeitung sollte er eigentlich Pearsons Verbindungen zu einem unbedeutenden britischen Royal und dessen heroinabhängiger Tochter erforschen. Dabei bekommt er aber deutlich mehr vor die Linse als geplant. Seine Informationen hat Filmliebhaber Fletcher zu einem Drehbuch verarbeitet, das er Pearsons rechter Hand Raymond (Charlie Hunnam) für schlappe 20 Millionen Pfund anbietet. Andernfalls droht er mit Veröffentlichung in der Presse.

Fletchers nicht immer ganz akkurate Erzählungen bilden den Rahmen für diese vielschichtige, unterhaltsame Gangsterposse. "The Gentlemen" begeistert mit witzigen Dialogen, überraschenden Wendungen und großartig schrägen Charakteren, vor allem dem urkomischen Fletcher. Schon lange nicht mehr auf romantische Komödien festgelegt, stiehlt der 59-jährige Hugh Grant in dieser Rolle allen die Show. Zum Kaputtlachen, wie er dem unbeeindruckten Raymond während seines Erpressungsversuchs auch noch peinliche sexuelle Avancen macht.

The Gentlemen - Die Kritik

McConaughey ist als Amerikaner in London mal wieder unschlagbar cool. "Wenn du der König des Dschungels sein willst, reicht es nicht, sich wie ein König aufzuführen", erklärt er aus dem Off, während er im Pub ein Pint und ein eingelegtes Ei bestellt. "Du musst der König sein." Mindestens genauso cool ist "Downton Abbey"-Star Michelle Dockery als toughe Rosalind, die nichts aus der Ruhe bringt.

Dazu gesellen sich unter anderem Henry Golding ("Last Christmas") als Möchtegerngangsterboss Dry Eye und - ebenfalls herrlich - Colin Farrell ("Brügge sehen... und sterben?") als prolliger Boxtrainer, den alle nur Coach nennen. Als einige von Coachs Schülern eine von Pearsons Drogenplantagen überfallen und dort ein Gangsterrapvideo drehen, sorgt er dafür, dass sie den Schaden wieder gutmachen. Einen echten Gentleman sucht man in Ritchies neuem Film aber vergebens.

Es dauert eine Weile, bis man als Zuschauer überhaupt begreift, worum es in dieser cleveren Geschichte eigentlich geht. Doch nach und nach ergibt alles einen Sinn, und Ritchie fügt alle Enden der verstrickten Handlung nahtlos zusammen. 20 Jahre nach "Snatch" zeigt der Regisseur und Drehbuchautor, dass die Gangsterkomödie mit derbem Humor und zwielichtigen Charakteren immer noch seine Spezialität ist.

"The Gentlemen" ist witzig, spannend und steckt voller origineller Details und Gags. In Guy Ritchies bunter Filmografie, die neben "Aladdin" zwei "Sherlock Holmes"-Adaptionen mit Robert Downey Jr. und den Agentenfilm "Codename U.N.C.L.E." umfasst, gehört sein neuer Film tatsächlich zu den unterhaltsamsten. Prädikat: Kultverdächtig.

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(APA/Red)

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