Telefonbetrug-Warnung: Englisch sprechende "Polizisten" wollen Geld und Daten

Vorsicht Telefonbetrug: Derzeit kommt es vermehrt zu englischsprachigen Betrugsanrufen mit österreichischen Telefonnummern
Vorsicht Telefonbetrug: Derzeit kommt es vermehrt zu englischsprachigen Betrugsanrufen mit österreichischen Telefonnummern ©Pixabay (Sujet)
Wenn das Telefon läutet, und sich in englischer Sprache ein "Polizist" bei Ihnen meldet, lautet die Devise: Sofort auflegen! Aktuell werden vermehrt englischsprachige Betrugsanrufe mit österreichischen Telefonnummern verzeichnet.
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Warnung vor Scam-Anrufen

Seit einigen Tagen verzeichnet die Meldestelle für Rufnummernmissbrauch viele Beschwerden zu einer neuen Betrugsmasche bei unerwünschten Anrufen. Betrüger rufen mit österreichischen Telefonnummern an und geben sich auf Englisch als Polizisten oder Kriminalbeamte aus.

Falsche Polizisten sprechen am Telefon Englisch und haben es auf Geld und Daten abgesehen

"Unter Vorspiegelung völlig falscher Tatsachen wollen die vermeintlichen Polizisten bei den Angerufenen Angst und Unsicherheit erzeugen und in Folge zumeist Geldtransfers veranlassen und Daten ausspionieren. Gesprochen wird Englisch - allein dieser Umstand sollte einen misstrauisch werden lassen", führt Dr. Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post, aus. "Legen Sie also sofort auf, wenn Sie derartige Anrufe erhalten", empfiehlt Steinmaurer. "Ein Haftbefehl kommt nicht per Telefon," wird ebenfalls erinnert

Warnung: Bei Betrugsanrufen sind angezeigte Telefonnummern gefälscht

Die am Display angezeigten Telefonnummern sind bei Betrugsanrufen immer gefälscht. "Das ist mit der Angabe eines falschen Absenders bei Brief- oder Postsendungen vergleichbar. Eine Postsendung wird trotzdem zugestellt, selbst wenn ein falscher Absender angegeben ist! Anrufe werden ebenfalls zugestellt, ganz egal, welche Nummern am Display angezeigt werden. Misstrauen Sie daher einer am Display angezeigten, unbekannten Telefonnummer", erklärt Steinmaurer und führt aus, "die Exekutive wird Sie telefonisch beispielsweise niemals von einem Strafverfahren in Kenntnis setzen!"

Rufnummernmissbrauch: Hier können Sie verdächtige Nummern melden

Rufnummernbereiche, die missbräuchlich verwendet werden, werden unter rufnummernmissbrauch.at gelistet. Dort finden Sie auch ein Formular, mit dem Sie uns verdächtige Nummern melden können. Damit können wir die Liste der betroffenen Vorwahlen immer aktuell halten, rechtzeitig Ping-Wellen erkennen und die Bevölkerung informieren. Auch für österreichische Betreiber bilden die Meldungen eine Grundlage für Gegenmaßnahmen - etwa der zeitweiligen Sperre bestimmter Telefonnummern. Aktuelle Warnungen werden zeitnahe via Twitter https://twitter.com/RTRTelekomPost versendet.

Über die RTR Die "Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH" (RTR) steht zu 100 Prozent im Eigentum des Bundes. Ihre Kernaufgaben sind die Förderung des Wettbewerbs im Rundfunk-, Telekommunikations- und Postmarkt sowie die Erreichung der im KommAustria- und Telekommunikationsgesetz definierten Ziele. Sie wird von zwei Geschäftsführern geleitet und ist in die beiden Fachbereiche "Medien" (Oliver Stribl) sowie "Telekommunikation und Post" (Klaus M. Steinmaurer) gegliedert. Als Geschäftsstelle unterstützt sie die Kommunikationsbehörde Austria (KommAustria), die Telekom-Control-Kommission (TKK) und die Post-Control-Kommission (PCK). Weitere Informationen finden Sie hier.

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