Teilweise Riesen-Andrang bei Wiener Baumärkten

Vor den Wiener Baumärkten gab es zum Teil lange Schlangen.
Vor den Wiener Baumärkten gab es zum Teil lange Schlangen. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Am Dienstag kam es bei einigen Baumärkten in Wien am ersten Öffnungstag nach dem Coronavirus-Lockdown zu großem Kundenandrang und zum Teil langen Warteschlangen.

. In den sozialen Medien kursierten einige Videos von langen Schlangen auf einem Parkplatz vor einer Wiener Hornbach-Filiale.

Gewerkschaft appelliert an Vernunft der Kunden

Die Gewerkschaft appellierte in einer Aussendung heute erneut an die Vernunft der Kunden, "nur dringende Einkäufe bereits in dieser Woche zu erledigen, so Barbara Teiber, Bundesvorsitzende der Gewerkschaft GPA-djp. Denn die Kundenströme müssten sich über einen längeren Zeitraum verteilen können. "Kurz gefasst: Material zur Reparatur der Wasserleitung kann gerne heute gekauft werden, der neue Lampion für den Garten soll bitte bis nächste Woche warten," so Teiber.

Die Gewerkschaft wie auch der Handelsverband riefen darüber hinaus dazu auf, die Sicherheitsmaßnahmen wie Maskenpflicht und Einhaltung des Mindestabstandes weiter sorgfältig zu beachten. Die Arbeitgeber müssten überdies darauf achten, dass die Beschränkung von einem Kunden pro zwanzig Quadratmeter eingehalten werde, so die Gewerkschaft.

Regierung warnt vor Stürmung der Geschäfte

Die Regierung hat angesichts des starken Andrangs bei den seit Dienstag wieder geöffneten Baumärkten die Bevölkerung ersucht, nicht gleich am ersten Tag die Geschäfte zu stürmen. "Die Baumärkte bleiben offen. Man muss nicht alles heute besorgen", sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bei der Regierungspressekonferenz am Dienstag.

Ähnlich äußerte sich auch Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Der Andrang sei nicht überraschend, weil die Geschäfte lange geschlossen waren. "Dass es in den Baumärkten großen Andrang geben wird, damit haben wir gerechnet." Aber die Geschäfte haben wieder länger offen, man müsse nicht unbedingt am ersten Tag einkaufen gehen.

Er appellierte an die Bevölkerung mitzuhelfen, dass es nicht zu einer Überlastung kommt. Von Regierungsseite habe man entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen. So ist nur eine begrenzte Zahl an Menschen in den Geschäften erlaubt und es muss Mund- und Nasen-Schutz getragen werden. Zudem ist laut Nehammer speziell bei den Baumärkten die Polizei in Kooperation mit den Filialleitern verstärkt vor Ort, damit alle geordnet abläuft.

(APA/Red)

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