Tauziehen um Welser Flugplatz: Naturschutz oder Betriebsansiedlung

Rund um den ökologisch wertvollen Welser Flugplatz ist ein Tauziehen zwischen Magistrat und Land entbrannt.
Die Stadt will einen erheblichen Teil des Areals in ein Betriebsbaugebiet umwidmen und verspricht sich von den Unternehmensansiedlungen 2.000 neue Arbeitsplätze. Landesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ) möchte hingegen einen wesentlichen Teil unter Naturschutz stellen.

Das Areal ist der letzte Rest der Welser Heide, ähnliche Lebensräume in dieser Dimension gibt es laut Ökologen in Oberösterreich und Bayern nicht mehr. Zahlreiche gefährdete Vogel- und Pflanzenarten kommen hier vor. Auf dem Flugplatz waren sie bisher weitgehend ungestört und konnten sich halten. Heftige Diskussionen gab es rund um ein Konzert der australischen Rockband AC/DC im Mai vergangenen Jahres. Auf den betroffenen zehn Hektaren brüte mittlerweile nichts mehr, hieß es aus dem Büro von Naturschutzlandesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ).

Er will das Areal unter Schutz stellen – zumindest einen großen Teil davon. Er sei aber nicht prinzipiell gegen eine Umwidmung, stellt er einen Kompromiss in Aussicht. Uneinig ist man aber offenbar über die Größe des geplanten Betriebsbaugebiets. Während die Stadt Wels 44 der 106 Hektar dafür umwidmen möchte, liegen Haimbuchners Größenvorstellungen eher bei 20 Hektar.

Die Stadt teilte mit, dass sich der Stadtsenat am 17. Jänner mit dem Problem befassen wird. Am 14. Februar sei ein Treffen mit Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) und den zuständigen Mitgliedern der Landesregierung geplant. Ein Sprecher Haimbuchners bestätigte den Termin, es gebe aber keine Agenda dazu. Man vermisse bisher ein Konzept aus Wels, wie es mit dem Areal weitergehen soll.

Am Mittwoch, wollen sich der Fliegerverein “Weiße Möve”, der das Areal pflegt, und Naturschutz-Experten in einer Pressekonferenz zu der Sache äußern.

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