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Tag der offenen Tür zum 40-Jahr-Jubiläum der Wiener UNO-City

Anfang September wird zum Tag der offenen Tür geladen.
Anfang September wird zum Tag der offenen Tür geladen. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Vor 40 Jahren wurde die UNO-City in Wien vom damaligen Bundeskanzler Bruno Kreisky und UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim eingeweiht. Zum Jubiläum wird ein Tag der offenen Tür veranstaltet.

Die Wiener UNO-City begeht am Freitag ihren 40. Geburtstag. Am 23. August 1979 übergab der damalige Bundeskanzler Bruno Kreisky das Vienna International Center (VIC) den Vereinten Nationen und deren Generalsekretär Kurt Waldheim. Wien wurde damit neben New York und Genf zum dritten Amtssitz der UNO. Mit einem "Tag der offenen Tür" am 8. September feiert das VIC unter anderem sein Jubiläum.

UNO-City in Wien wurde vor 40 Jahren eröffnet

Kreisky betonte in seiner Festrede die Bedeutung des Gebäudes, dessen Errichtung rund zehn Milliarden Schilling (heute: 726,73 Mio. Euro) gekostet hatte. Die UNO-City möge zum Symbol für die Entspannungspolitik in Europa werden, sagte der Kanzler seinerzeit nach Angaben der "Wiener Zeitung". Waldheim, der das VIC übernahm, nannte es eine "beispielhafte Geste der Solidarität". Heute arbeiten mehr als 5.000 Personen aus über 125 Ländern am Sitz der UNO in Wien.

Der Bau des VIC war allerdings nicht unumstritten, zumal Kritiker darin vor allem Geldverschwendung erblickten. Endgültig eskalierte der Streit, als es Anfang der 80er Jahre darum ging, in unmittelbarer Nähe des VIC das schon beim Bau der UNO-City geplante Konferenzzentrum (Austria Center) zu errichten. Trotz eines von den Gegnern initiierten Volksbegehrens setzte Kreisky den Bau schließlich durch.

Bereits unter der ÖVP-Alleinregierung von Josef Klaus hatten die Planungen für die Errichtung eines internationalen Verwaltungszentrums begonnen. Im Frühjahr 1968 wurde ein internationaler Architekturwettbewerb für einen Bürokomplex zwischen Donaupark und Wagramerstraße ausgeschrieben. 656 Architekturbüros aus 50 Staaten nahmen am Wettbewerb teil. In einem zweiten Anlauf - unter Kreisky - wurde das Projekt des Österreichers Johann Staber angenommen und im September 1973 der Grundstein gelegt.

Gebäudekomplex von Kreisky und UNO-Generalsekretär Waldheim eingeweiht

Obwohl die Vereinten Nationen für 99 Jahre nur einen symbolischen Schilling Miete pro Jahr bezahlen, fließt ein Vielfaches der Ausgaben an die österreichische Wirtschaft zurück. Wenn man nicht nur die UNO-Organisationen, sondern alle in Wien angesiedelten internationalen und quasi-internationalen Organisationen betrachtet, so entfallen laut einer vom Außenministerium beauftragten IHS-Studie aus dem Jahr 2018 von einer Wertschöpfung in Höhe von insgesamt 1,5 Milliarden Euro pro Jahr - Ausland inkludiert - rund 638 Millionen Euro auf Österreich, davon 369 Millionen Euro allein auf Wien. Insgesamt werden durch die internationalen Organisationen in Österreich rund 18.000 Arbeitsplätze pro Jahr gesichert.

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres kam bereits Ende Mai anlässlich des 40-jährigen Bestehens des VIC nach Wien und sprach der Republik Österreich seinen Dank als Gastland aus. Die Vereinten Nationen stünden vor großen Herausforderungen und "leisten einen wesentlichen Beitrag für Frieden und Sicherheit", sagte Guterres bei seinem Besuch und sprach die Gefahren des Klimawandels an. Als "Meilenstein für Österreich" bezeichnete Bundespräsident Alexander Van der Bellen die Entscheidung, mit dem VIC bedeutende UNO-Institutionen in der Bundeshauptstadt anzusiedeln.

Tag der offenen Tür am 8. September

Am 8. September öffnet das VIC zwischen 14.00 und 17.00 Uhr als Teil der Feierlichkeiten seine Pforten. Auch eine Wanderausstellung, die in ganz Österreich die Arbeit der Vereinten Nationen in Wien zeigt, kann besucht werden.

Die größten im VIC ansässigen UNO-Organisationen sind die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) und die Organisation für Industrielle Entwicklung (UNIDO). Weiters sind das Büro der Vereinten Nationen in Wien (UNOV), das Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), das Büro für Weltraumfragen (UNOOSA), die vorbereitende Kommission der Atomteststopp-Organisation (CTBTO) und die Internationale Kommission zum Schutz der Donau (ICPDR) dort untergebracht. Das in Genf ansässige UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR hat in Wien ein Regionalbüro eingerichtet.

(APA/Red)

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