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Tabuthema Suizid: Rund 1.300 Selbstmorde pro Jahr in Österreich

1.300 Selbstmorde im Jahr in Österreich
1.300 Selbstmorde im Jahr in Österreich ©APA
In Österreich wird das Thema Suizid mit Vorsicht behandelt. Rund 1.300 Menschen pro Jahr, darunter mehr Männer als Frauen, verüben Selbstmord. Die Zahl ist jedoch rückläufig.
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Nachdem ein 19-Jähriger in Wien am Wochenende eine Gasleitung manipuliert und somit eine Explosion versursacht hat, bei der ein Haus eingestürzt ist, mehrere Menschen verletzt wurden und er selbst verstarb, ist das Thema Selbstmord wieder präsent. Es wird angenommen, dass der 19-jährige unter psychischen Problemen litt und Suzid verübt hat.

1.300 Selbstmorde im Jahr in Österreich

Rund 1.300 Menschen verüben jedes Jahr in Österreich Selbstmord – und diese Zahl ist seit Jahrzehnten rückläufig. Claudius Stein, Ärztlicher Leiter des Kriseninterventionszentrum Wien, führt diese Entwicklung auf das verbesserte Hilfsangebot und die Bereitschaft zurück, dieses auch in Anspruch zu nehmen. Seine wichtigste Botschaft: “Auch in ganz verzweifelten Situationen gibt es einen Ausweg.”

Alle Ankündigungen bezüglich eines Suizids müssten ernst genommen werden. Der Glaube, jene, die einen ankündigen, würden diese Pläne nie umsetzen, sei grundfalsch. “Man soll reagieren und darf solche Hilferufe nicht überhören”, betonte Stein.

Angebot in Österreich deutlich verbessert

AGD0005-20140428Im Zuge eines Gesprächs sollte abgeklärt werden, was los ist, unter welchen Belastungen derjenige leidet und klären, wo man Hilfe suchen kann. Stößt man an seine Grenzen, kann man diese Überforderung durchaus zugeben und professionelle Unterstützung organisieren: Etwa bei den Psychosozialen Diensten, dem Kriseninterventionszentrum oder dem Sozialpsychologischen Notdienst.

Dieses Angebot hat sich seit den 80er-Jahren deutlich verbessert, und es wird auch angenommen. Zudem habe sich in der Bevölkerung die Erkenntnis durchgesetzt, dass Depressionen eine ernsthafte Krankheit sind. Und sie werden auch besser behandelt, weiß der Experte. Und nicht zuletzt wird in den Medien sensibel mit dem Thema umgegangen, “auch wenn es immer wieder Ausreißer gibt”.

Zahl der Suizide sinkt

Was die Methoden betrifft, ist Erhängen die Nummer eins, danach folgt bei den Männern Erschießen und bei den Frauen ein Sturz aus großer Höhe. Gas, das als Vergiftung gilt, spiele keine große Rolle, so Stein. In der Regel haben die Verzweifelten keine Absicht, andere hineinzuziehen. Allerdings sei bei manchen die Verzweiflung und die Einengung auf die eigene Person so groß, dass sie nicht die Folgen für andere einbeziehen. “Sie sind so mit sich selbst beschäftigt, dass sie an nichts anderes mehr denken können.”

2012, aus diesem Jahr stammen die aktuellsten Zahlen der Statistik Austria, schieden in Österreich 1.275 Menschen freiwillig aus dem Leben, davon 986 Männer. Das sind mehr als doppelt so viele Tote, wie jedes Jahr im Straßenverkehr zu beklagen sind. Doch die Zahl der Selbstmorde ist rückläufig: Vor zehn Jahren wurden noch 1.551 gezählt, 1992 waren es sogar 1.759 Suizide.

Niederösterreich – die meisten Suizide

Niederösterreich ist jenes Bundesland, in dem 2012 die mit 261 die meisten Selbstmorde verübt wurden. Danach folgt die Steiermark mit 234, während Wien trotz einer höheren Bevölkerungszahl mit 203 Suiziden “nur” auf Platz Drei kommt. Die wenigsten Opfer waren mit 33 im Burgenland zu beklagen.

Altersmäßig ergibt sich ein deutlicher Peak zwischen 45 und 54 Jahren: 254 Menschen begingen Selbstmord. Aber auch 119 der 70- bis 74-Jährigen ließen sich zu einer Verzweiflungstat hinreißen. Besonders tragisch: Vier der Suizide betrafen Zehn- bis 14-Jährige, 21 15- bis 19-Jährige und sogar 51 die Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen.

Kriseninterventionszentrum in Wien

Das Kriseninterventionszentrum in Wien befindet sich in der Lazarettgasse 14A im 9. Bezirk und ist telefonisch von Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr unter der Telefonnumer 01 / 406 95 95 erreichbar. In dringenden Fällen können sich Betroffene auch an die Telefonseelsorge unter 142 oder in Wien an den sozialpsychiatrischen Notdienst unter der Telefonnumer 01/313 30 wenden.

Alle Informationen zu der Explosion in Wien.

(APA)

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