Swatch verkauft soviele Uhren wie noch nie

Erstmals in einem ersten Halbjahr knackte der Weltmarktführer zwischen Jänner und Juni 2010 beim Umsatz die Marke 3 Mrd. Franken. Die Verkäufe brachten der Swatch Group 3,03 Mrd. Franken (2,21 Mrd. Euro) ein, das sind 22,2 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2009, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

Es sind aber auch 2 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode 2008: Die Gruppe hat somit mehr verkauft als vor dem Abgleiten der globalen Wirtschaft in die jüngste Rezession.

Der Gewinn stieg um 54,5 Prozent auf 465 Mio. Franken. Der seit dem Tod von Firmengründer und Unternehmerlegende Nicolas Hayek am vergangenen 28. Juni von dessen Tochter Nayla präsidierte Konzern weist einen um 81,4 Prozent auf 626 Mio. Franken stark aufgebesserten Betriebsgewinn aus.

Der Wachstumskurs ging auch im Juli weiter, wie aus dem Zwischenbericht hervorgeht. In Teilen der Produktion existierten bereits Engpässe, schreibt die Konzernleitung. Die Nachfrage decken zu können, werde im zweiten Halbjahr zur Herausforderung.

Diese deutlich positiven Aussichten und die aus Expertensicht überraschend guten Halbjahreszahlen beflügelten am Mittwochmorgen die Aktie: Gegen 10 Uhr kostete die Inhaberaktie in einem leicht schwächeren Markt 337.80 Franken und war somit 3,1 Prozent mehr als wert als am Vorabend.

Der Verkauf von Uhren und Schmuck sei in allen Märkten gewachsen, teilte die Gruppe weiter mit. Das Segment, das im Halbjahr 2,57 Mrd. Franken zum Umsatz besteuerte (+30,6 Prozent) konnte in allen Preiskategorien zulegen – bei Billig- wie bei Luxusuhren. Besonders stark setzt Swatch nach wie vor auf die Märkte in Asien.

Offenbar hat Swatch auch Marktanteile gewonnen: Der Vergleich zu den Exportzahlen der Schweizerischen Uhrenindustrie für das Halbjahr zeige, dass sich die 19 Marken der Swatch Group besser als der Markttrend absetzen ließen, heißt es im Halbjahresbericht weiter.

Das Konzernsegment Produktion erlitt einen Umsatzrückgang von 5,1 Prozent auf 761 Mio. Franken. Die Nachfrage nach Uhrwerken und Komponenten reagiere zeitlich verzögert auf jene nach Fertiguhren, schreibt die Swatch Group. Der Auftragsbestand habe aber die Werte des Vorjahres wiedererlangt.

Erholt hat sich die von Konjunkturzyklen abhängige Sparte der elektronischen Systeme, wo der Umsatz um 12,5 Prozent auf 207 Mio. Franken anwuchs.

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