SuperCycle in Wien im Test: Ganzkörper-Workout mit Suchtfaktor

Im Base Studio in Wien-Neubau wird ordentlich in die Pedale getreten.
Im Base Studio in Wien-Neubau wird ordentlich in die Pedale getreten. ©VIENNA.at/Verena Kaufmann-Plank
Neonlicht, dröhnende Beats und ganz viel Tanz: Nein, wir waren nicht im Club feiern, sondern haben den neuen Trend Dance-Cycling ausprobiert. Hier erfahrt ihr, wie ein Sportmuffel das Ganzkörper-Workout von SuperCycle in Wien erlebt hat - und warum durchaus Suchtpotential besteht.
SuperCycle in Wien: The Base Studio
SuperCycle in 1040 Wien im Test

Ein Boutique Indoor Dance-Cycling Studio, mitten im 7. Wiener Gemeindebezirk: Hört sich doch ziemlich schick und exklusiv an, dachte ich, als ich das Angebot von SuperCycle auf der Homepage durchforstete. Eine Freundin verriet mir den Geheimtipp und so saß ich wenige Tager später schon am Spinning-Rad und wir schwitzten uns im wahrsten Sinne des Wortes die Seele aus dem Leib.

Nicht einfach nur Spinning: SuperCycle lädt zum Tanz am Rad

Doch von Anfang an: Das Konzept des Wiener Spinning-Studios SuperCycle entstand im Sommer vor zwei Jahren und ist im Grunde von klassischen Spinning-Kursen inspiriert. Im November 2016 haben die beiden Gründerinnen Lilli Hromatka und Rhana Laoudon ihr erstes Studio in Wien-Neubau eröffnet, ein zweites folgte bereits im 4. Bezirk.

Der Unterschied zum reinen Spinning liegt darin, dass in den 50-Minuten-Einheiten ein komplettes Ganzkörper-Workout geboten wird. Der Trend nennt sich Dance-Cycling, begeistert derzeit Fitnessjunkies in Metropolen wie New York oder Los Angeles und bringt einen garantiert ins Schwitzen. Durch die Kombination verschiedener Übungen und Bewegungen auf dem Rad trainiert man hier Kraft und Ausdauer gleichzeitig.

Power-Workout in Wien bei dröhnenden Beats

Hört sich erstmal ziemlich anstrengend an, aber: Auf der Homepage wird darauf hingewiesen, dass Erfahrung mit Spinning für eine Teilnahme an den Kursen nicht unbedingt notwendig ist. Lediglich eine gute allgemeine Fitness ist von Vorteil. Hier sollte erwähnt werden, dass ich eher zu jenen Personen zähle, die hie und da einige Fitnessübungen zuhause machen und sich an guten Tagen auch einmal auf den Hometrainer schwingen. Als fitnesshungrig oder ausdauernd würde ich mich also nicht bezeichnen, ich falle wohl mehr in die Kategorie Sportmuffel.

Mit viel Respekt vor dem Training ging es also – mit Sportoutfit, Wasserflasche und Handtuch ausgestattet – ins Base Studio in der Lerchenfelder Straße. Das Studio ist klein aber fein und über einen grünen Innenhof zu erreichen. Wir haben uns für einen Termin bei Lilli entschieden, sie sorgt mit einer Mischung aus Funky House und Indie Beats für die passende musikalische Stimmung.

Rund 20 Spinning-Räder befinden sich dicht nebeneinander in einem abgedunkelten Raum, außerdem ein DJ-Pult, eine Disco-Kugel und Neonlichter. Lilli half uns Neulingen beim Einstellen des Rades und erklärte uns den Ablauf der Stunde. Danach ging es auch schon los, insgesamt 16 Frauen traten an diesem Abend ordentlich in die Pedale.

Sportmuffel in Action: Im Rausch der Endorphine

Die einzelnen Bewegungen am Rad – sozusagen eine Art Choreographie – wurden zu Beginn kurz erklärt, alle Anweisungen erhielten wir dabei auf Englisch. Bereits nach zehn Minuten war mir klar: Heute komme ich ordentlich ins Schwitzen. Auch der Gedanke an den Muskelkater danach motivierte mich nicht wirklich.

Doch die Musik riss mich plötzlich einfach mit und das Workout machte so richtig Spaß. Die Bewegungen, die im Takt zur Musik gemacht werden, sind vielfältig: Push-Ups am Lenker, Po nach hinten strecken, Oberkörper nach vorne beugen, schnelles und langsames Treten und Übungen mit kleinen Hanteln. Nur am Rad sitzen kommt in den 50 Minuten eigentlich fast nie vor.

Immer wieder musste ich kurze Pausen einlegen und trinken, auch die anderen Teilnehmerinnen neben mir keuchten und schwitzten und gingen an ihre Grenzen. Die dröhnenden Beats übertönten aber einfach alles und auch die Dunkelheit im Raum ließ eine Art Privatsphäre zu. Ich konnte mich dadurch nur auf mich und meine Bewegungen konzentrieren, in die Musik eintauchen – und bei aller Anstrengung tatsächlich abschalten.

Nachdem wir zwei “Berge”und die dazugehörige “Talfahrt” hinter uns gebracht hatten, wurde das Tempo zum Abschluss wieder langsamer. Auch die Musik passte sich an, denn zum Ende der Einheit gibt’s noch ein paar Dehnübungen bei entspannten Tönen. Danach wird noch das Spinning-Rad desinfiziert und man wünscht sich nichts sehnlicher als die erlösende Dusche.

Dance-Cycling in Wien: Alles außer 08/15

Das Fazit eines komplett durchgeschwitzten Sportmuffels: SuperCycle hat definitiv Suchtpotential. Obwohl ich noch nie in meinem Leben so erschöpft war, spürte ich bereits während des Workouts und auch noch lange danach die vielen Glückshormone, die durch meinen Körper schossen. Man fühlt sich nach dem Training ausgepowert – aber auf eine sehr positive Art und Weise. Und genau dieses Endorphin-Feuerwerk (und der kaum wahrnehmbare Muskelkater am nächsten Tag) motivierte mich dann auch gleich zur Buchung der nächsten Stunde zum Tanzen auf dem Rad.

Supercycle in Wien – Hard Facts

The Base Studio: Lerchenfelderstraße 63/22, 1070 Wien
The Boutique Studio: Wohllebengasse 4/Souterrain, 1040 Wien

Preise:
1. Schnupperstunde mit Code € 12,00
1 Stunde € 16,00; € 14,00 für Studenten
10er-Block € 144,00
1 Stunde mit Babysitting € 28,00
10er-Babypaket € 240,00
wöchentlich neue Stundenpläne

Anmeldung zu den Kursen online unter www.supercycle.at

(Red/VKP)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien - 7. Bezirk
  • SuperCycle in Wien im Test: Ganzkörper-Workout mit Suchtfaktor
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen