Fenninger will in Bansko Form ausnützen

Bedingungen machten kein Rennen möglich
Bedingungen machten kein Rennen möglich
Der ursprüngliche Damen-Super-G von Bad Kleinkirchheim ist am Freitag nach der Absage von Freitag mit Beschluss der Mannschaftsführersitzung in Bansko auf Montag verschoben worden. Das Wochenend-Programm mit dem eigentlichen Bansko-Super-G am Samstag (10.15) und der alpinen Kombination am Sonntag (9.00/12.00) bleibt gleich.

Allerdings standen die Zeichen zumindest für das Samstag-Rennen nicht gut. “Bis 11, 12 Uhr werden noch 10 bis 15 cm Schnee kommen”, informierte ÖSV-Damencheftrainer Jürgen Kriechbaum über die ihm bekannten Prognosen. “Dann muss man den Schnee rausbringen und neu setzen.” Die Hoffnung gab aber auch er nicht auf. “Vielleicht gibt es ja eine Überraschung und es reißt auf. Aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist gering.”

Anna Fenninger hofft vor allem im Super-G Boden auf die führende Tina Maze gutmachen zu können. Die Salzburgerin fährt seit Wochen in bestechender Form und hat sich bei der WM auch Gold im Super-G vor Maze geholt. Die Slowenin hingegen hat in den jüngsten vier Weltcuprennen drei “Nuller” gebaut und nur 13 Punkte geholt, ihr Vorsprung auf Fenninger ist damit von 331 auf 84 Zähler geschrumpft.

Fenninger will Form ausnützen

“Tina ist aber weiterhin die Favoritin, einfach weil sie mehr Rennen hat”, verwies Fenninger auch in Bansko darauf, dass sie im Gegensatz zur Leaderin keinen Spezialslalom bestreitet. Davon stehen aber in Aare und Meribel noch zwei auf dem Programm.

Sie versuche in erster Linie, sich nicht verrückt machen zu lassen, betonte Fenninger. “Ich probiere, meine aktuelle Form auszunutzen. Ich muss mich nicht daran erinnern, dass ich nur noch wenig Rückstand habe. Das wird mir ohnehin jeden Tag gesagt”, meinte die Salzburgerin schmunzelnd. “Für mich ist wichtig, gute Rennen zu fahren. Alles andere passiert dann eh mit den Rennergebnissen”, sagte die 25-Jährige. “Ich werde aber versuchen, den Weltcup so spannend wie möglich zu machen.”

Vonn nicht am Start

Der Damen-Weltcup gastiert nach 2009 und 2012 zum dritten Mal in Bansko. Alle bisherigen Super-G dort hat Lindsey Vonn gewonnen, die Amerikanerin hat auch die jüngsten zwei Rennen in dieser Disziplin in Cortina und St. Moritz für sich entschieden und ist bei der WM hinter Fenninger und Maze Dritte geworden.

Die Super-G-Kugel zum bereits fünften Mal zu gewinnen, wird sich für die acht Punkte vor Fennninger führende US-Amerikanerin nach der Absage nun zumindest vorzeitig nicht mehr ausgehen. Dazu hätte Vonn beide Rennen in Bulgarien gewinnen müssen und die Konkurrentinnen nicht punkten dürfen.

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