Sturm deckte Hausfassade ab

Wieder fegte ein Sturm über Wien und richtete einige Schäden an.

Vor einem Jahr zog der Orkan Kyrill über Europa und forderte an die 40 Todesopfer. In Wien erreichte er Windgeschwindigkeiten über 130km/h und richtete große Sachschäden an. Autos wurden beschädigt, Dächer wurden abgedeckt, Mauerteile fielen zu Boden und Bäume wurden entwurzelt. Letzte Woche gab es wieder einige sturmreiche Tage für die Wiener. So mancher wird sich wohl noch an die ungute „Katastrophenstimmung“ vor einem Jahr erinnern können, als Kyrill die Stadt erfasste. Aber zum Glück waren die Stürme heuer nicht so stark. Zu Schäden kam es dennoch. Zum Beispiel in Wien Donaustadt. Dort rissen Sturmböen die Blechfassade der Häuser in der Wagramerstraße, nahe der U1 Station Kagran hinunter.

Die Hausbesorgerin konnte den Schaden rechtzeitig bemerken und rief die Feuerwehr. Riesige Blechteile lösten sich von der Hauswand und wurden von den Sturmböen hin und her geschleudert. Große Stücke der Dellwolle, die sich unter den Blechteilen befand wirbelten durch die Luft und blieben in den Bäumen hängen. Mit einem Kran mussten die Feuerwehrmänner die Blechfassade ablösen und vorsichtig zu Boden befördern.

Wäre die Hausbesorgerin nicht so aufmerksam gewesen, wären die riesigen Teile zu Boden gefallen und hätten womöglich abgesehen von Schäden an parkenden Autos Passanten verletzen können. Während des Einsatzes sperrten Beamte des Polizeireviers Wagramerstraße die Umgebung rund um das Haus ab und sorgten dafür, dass niemand durch die umherfliegenden Blechteile zu Schaden kam. Einfach war es nicht, trotz Absperrung die Menschen daran zu hindern, die Unfallstelle zu vermeiden. Immer wieder musste Frau Revierinspektor Bauer Passanten zurückhalten, weil diese trotz der Gefahr durch die Absperrung wollten. Einsätze dieser Art erlebt sie in Zeiten, wo es stürmisch in Wien ist oft. Glücklicherweise bleibt es meistens aber bei Sachschäden.

Am darauffolgenden Tag präsentierte sich das Wohnhaus mit einer teils nackten Fassade.

Die Blechteile, die von den Feuerwehrmännern abmontiert wurden, lagen zusammengerollt gemeinsam mit der Dellwolle, die der Sturm am Vortag durch die Luft gewirbelt hat, neben dem Gehweg.

Menschen, die an dem Haus vorbei gingen und am Vortag nicht bei dem Vorfall dabei waren, wunderten sich über die Blechteile und die Dellwolle. So auch die 23 – jährige Filiz. Sie wohnt in der Nähe und findet es schlimm, dass die großen Blechteile und die Dellwolle noch am Tag darauf umherliegen. „Da vorne ist eine Schule. Viele Kinder gehen hier vorbei. Das ist gefährlich sie könnten sich an den Blechteilen verletzen“, meint sie. Doch nicht nur Kinder hätten sich verletzen können. Viele Hundbesitzer gehen auf diesem Weg mit ihren Hunden spazieren. Sehr leicht hätte sich so mancher Vierbeiner an den Blechteilen schneiden können.

Bleibt zu hoffen, dass nicht noch mehr Stürme über unsere Stadt wirbeln und Schäden anrichten.

Wie geht es Ihnen, wenn Sturmwetter ist? Haben Sie Schäden miterlebt und haben Sie Angst?

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