Streit im Wiener Rotlichtviertel eskaliert: FPÖ kritisiert Polizei

Die Wiener Polizei will die Vorwürfe der FPÖ nicht auf sich sitzen lassen.
Die Wiener Polizei will die Vorwürfe der FPÖ nicht auf sich sitzen lassen. ©APA
 Im Stuwerviertel ist am Dienstagabend ein 25-Jähriger mit einer Gaspistole angeschossen worden. Nach dem Polizeieinsatz, bei dem 30 WEGA-Beamte vor Ort waren, gab es heftige Kritik von der FPÖ. Die Polizei hingegen hebt ihre Erfolge im Kampf gegen die Straßenprostitution in Wien hervor und zeigt Unverständnis für die Kritik "an einer vorbildlichen Amtshandlung".
Streit im Rotlichtviertel eskaliert

Wie berichtet wurde am Dienstagabend ein 25-Jähriger in Wien-Leopoldstadt verletzt. Dieser Vorfall habe gezeigt, wie rasch im Anlassfall Einsatzkräfte vor Ort sind, Gewalttäter aus dem Verkehr ziehen und für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen, heißt es von der Wiener Polizei als Reaktion auf Kritik der FPÖ an den “Chicago 1930-Zuständen” im Stuwerviertel.

Kritik der FPÖ an Wiener Polizei

“Ein Schusswechsel mit Verletztem, 30 WEGA-Beamte, ein demolierter Gastgarten”, so fasst die FPÖ das geschehen der Nacht zusammen. “Trotz dieser Chicago 1930-Zustände üben sich SPÖ-Bezirksvorsteher Hora und der rote Wiener Polizeipräsident als Beschwichtigungshofräte statt für die Sicherheit der Bevölkerung im 2. Bezirk zu sorgen”, heißt es in einer Aussendung von FPÖ-Gemeinderat Wolfgang Seidl.

Illegale Straßenprostitution werde “ebenso routiniert ignoriert” wie die Sorgen der Anrainer. Diese Vorwürfe will die Polizei nicht auf sich sitzen lassen.

Kampf gegen die Straßenprostitution

“Im Übrigen ist gerade im Stuwerviertel der Kampf gegen illegale Straßenprostitution einer der polizeilichen Schwerpunkte, wie nicht nur die Statistik (allein 594 Anzeigen nach dem Prost.Gesetz bei 69 Schnellrichtereinsätzen im Jahr 2013.), sondern vor allem der erfolgreiche Kampf gegen organisiert Kriminelle, die als Menschenhändler und Zuhälter Frauen der Prostitution zuführen, zeigt”, kontert die Polizei in einer Aussendung. Erst in der vergangenen Woche sei es zu einem Schlag gegen eine Gruppierung von Menschenhändlern gekommen, die ihre Opfer im Stuwerviertel zur Prostitution gezwungen hatte.

“Wieso bei derartigem Engagement und Erfolgen jemand auf die Idee kommen kann, dass dieser Problembereich und die Sorgen der Anrainer “ignoriert” werden könnten, bleibt jedenfalls unerfindlich”, so die Polizei.

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