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Strache-Rap für die EU-Wahl mit Leopold Figl-Sample - ÖVP verärgert

FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache beim Auftakt zum EU-Wahlkampf
FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache beim Auftakt zum EU-Wahlkampf ©APA (Sujet)
Ob es sich dabei wirklich um einen Rap handelt, sei dahingestellt - doch Heinz-Christian Strache versucht sich im Vorfeld der EU-Wahl wieder als Rapper. Und das "featuring Leopold Figl" bzw. Sample von dessen "Österreich ist frei"-Sager - ungeachtet aller politischer Diskrepanzen.
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Während FPÖ-Obmann Strache in dem Video anlässlich der Europawahl, das er auf Youtube veröffentlicht hat, reimend gegen Bürokraten, Fremdbestimmung und Rot-Schwarz Zufelde zieht, hat er sich “Unterstützung” vom wohl berühmtesten Leopold Figl-Zitat bzw. aus dem Tonarchiv der Republik geholt. Im Song mit dem Titel “Patrioten zur Wahl!” wird Leopold Figls berühmter Satz “Österreich ist frei” gesampelt.

Darum geht es im Strache-EU-Wahl-Rap

“Figls Worte: Österreich ist frei! – Dank dieser EU ist’s fast vorbei!”, lautet Straches Kernbotschaft an den musikalisch aufgeschlossenen Wähler. Der FPÖ-Chef geißelt in weiterer Folge nicht nur “Sinnlos-Verbote der EU-Bürokraten” von “Glühbirnen bis in den Kräutergarten”.

Auch die Regierung bekommt in dem Stück mit düsterer musikalischer Grundstimmung ihr Fett ab: “Rot-Schwarz will unser Österreich verraten – Sie basteln an Vereinigten Staaten.”

Harald Vilimsky als FPÖ-Fahnenschwinger

Die gereimte EU-Kritik gipfelt schließlich im Refrain “Weil’s um Österreich geht, damit’s weiter besteht. Geh’n wir hin zu der Wahl, für die Freiheit!”. Dabei erfährt auch der eigentliche Spitzenkandidat Harald Vilimsky seinen großen Moment – er singt gemeinsam mit Parteikollegen im Background-Chor und schwingt dabei eine Österreichfahne.

ÖVP empört über Strache-Rap mit Figl

Die ÖVP zeigt sich empört über FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der in einem YouTube-Video mit dem Titel “Patrioten zur Wahl!”, in dem er gegen die EU rappt, Leopold Figls berühmte Worte “Österreich ist frei” sampelt. Generalsekretär Gernot Blümel wehrte sich gegen die Vereinnahmung “eines Säulenheiligen der ÖVP” und forderte eine Entschuldigung Straches bei Figls Familie.

Instrumentalisierung des KZ-Überlebenden

Strache versuche “den großen Staatsmann und ÖVP-Mitbegründer Leopold Figl für die radikale Politik seiner Rüpel-Partei zu instrumentalisieren”, so Blümel in einer Aussendung. “Dass Figl, als langjähriger Häftling des Konzentrationslagers Dachau, in die Nähe des rechten Gedankenguts der FPÖ gebracht wird, wo Vergleiche der EU mit dem Dritten Reich auf der Tagesordnung stehen, beweist, dass die Freiheitlichen weder von Demokratie, noch von österreichischer Geschichte die geringste Ahnung haben.”

Auch der Großneffe des Altbundeskanzlers, Markus Figl, übte Kritik: “Herr Strache und die FPÖ sollen ihre schäbige, politische Propaganda ohne Berufung auf Persönlichkeiten machen, deren politische Einstellungen und Ideale nichts mit den ihren zu tun haben!”

Philipp Michalitsch brachte auch Strache-Video

Strache missbrauche die Aussage Figls, meinte auch der auf Platz 33 der ÖVP-Liste gereihte EU-Kandidat, Philipp Michalitsch, der bereits einen Rap über Strache veröffentlicht hatte. In einem neuen, am Mittwoch auf YouTube veröffentlichten Video, in dem er unter anderem um Vorzugsstimmen wirbt (“Ja, ich schnapp sogar den Karas”), rappt er auch die Zeile “Politiker, oh ihr Lügner”: “Strache ist die Spitze dieser Art von Politiker und sein Song ist das beste Beispiel”, so Michalitisch.

Kickl: “Figl wäre heute Freiheitlicher”

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl setzte indessen in einer Aussendung noch eins drauf: “Figl wäre heute wohl begeisterter Freiheitlicher und würde mit uns für Freiheit und Neutralität Österreichs und gegen den Ausverkauf an die EU-Zentralisten eintreten”, meinte Kickl. “Die ÖVP hingegen würde er nicht mehr wiedererkennen.”

(apa/red)

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