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Österreichs Sportverbände partizipieren an Fußball-EM

145 Tage vor Beginn der Fußball-EM in Österreich und der Schweiz ist in Wien die "2008 - Österreich am Ball"-Trophy von Bundeskanzler Gusenbauer, BSO-Präsident Wittmann und EM-Koordinator Heinz Palme präsentiert worden.

Hintergrund der von Anfang Februar bis Ende Mai laufenden Aktion ist es, im EURO-Vorfeld zahlreiche Ball- und Teamsportarten intensiver ins öffentliche Rampenlicht und das gemeinsame “Wir-Gefühl” in den Vordergrund zu stellen.

Die “2008 – ÖaB”-Trophy ist eines von rund 35 Sonderprojekten der Regierung anlässlich des EM-Turniers, sie wird von der Bundessport-Organisation (BSO) geleitet und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachverbänden umgesetzt. Die Projektleitung liegt in den Händen von ASKÖ-Generalsekretär Michael Maurer, der auch die Idee zur Trophy geboren und bei Palme ein offenes Ohr dafür gefunden hat. “Dieses Modell könnte Beispielwirkung für zukünftige Großereignisse haben”, glaubt Maurer.

Die EURO kostet der Republik Österreich insgesamt 133 Mio. Euro (für Stadion-, 35 Sonder-Projekte, Vorbereitung usw.), davon werden 500.000 Euro für die jetzt präsentierte Aktion bereitgestellt. “Sportaktivitäten vor der EURO sind auch ein Signal dafür, was uns auch nach der EM wichtig ist, nämlich Sport und mehr Bewegung in Österreich. Die EURO ist eine große Chance für den Sport insgesamt. Die Trophy soll dazu dienen, auch weitere Sportarten mit Hilfe der EM zu promoten”, sagte Sportminister Gusenbauer.

Die beste Promotion für Sport sind Sport und Sportveranstaltungen, meinte der Regierungschef, der fünfmal pro Woche 90 Minuten, so lange wie ein Fußballspiel dauert, Laufen geht. “Wenn die EURO nachhaltig wirksam werden soll, dann müssen wir mehr Menschen mit den Ideen des Sports und dem Ziel ‘Mehr Bewegung’ vertraut machen”, erklärte der SP-Politiker.

Wittmann unterstrich, dass es wichtig sei, die EM nicht als isoliertes Ereignis zu sehen, sondern sie als Möglichkeit für den allgemeinen Sport zu werten. “Auch andere Sportarten können zeigen, wie gut Österreich als Gastgeber ist und diesen Gedanken in die Welt hinaustragen”, sagte der Ex-Sportstaatssekretär. Palme erhofft die Vernetzung vieler Sportarten und die Förderung des EM-Bewusstseins unter der der Bevölkerung. “Es ist schön, dass sich Sportarten, die in Österreich erfolgreicher als Fußball sind, verbinden”, meinte der Geschäftsführer von “2008 – Österreich am Ball”.

Anlässlich der Trophy-Präsentation im Hotel Hilton fanden sich nicht nur Sportler und Ex-Aktive wie Werner Schlager, Mirna Jukic, Alex Antonitsch, Christian Keglevits oder Anja Richter, sondern auch zahlreiche Verbandpräsidenten ein. “Es ist toll, dass wir am Fußball, dem populärsten Sport der Welt, partizipieren dürfen”, sagte Peter Kleinmann (Volleyball), Gerhard Hofbauer (Handball), dass das “Gemeinsame des Sports in den Mittelpunkt gestellt” würde, und Paul Schauer (Schwimmen) fügte hinzu: “Durch die Aktivitäten wird das gemeinsame Verständnis im Sport verstärkt.”

Von A Wie American Football bis W wie Wasserball – am Fußball-Wind im EM-Vorfeld wollen bisher 15 Sportarten partizipieren. Dazu zählen noch Handball, Volleyball, Badminton, Baseball, Faustball, Radsport, Eishockey, Tischtennis, Golf, Hallen-Hockey, Basketball, Tennis und Behindertensport. Weitere Verbände können sich für die “Trophy”-Aktion anmelden, zahlreiche Verhandlungen (Billard, Curling, Inline-Hockey, Kegeln, etc.) sind noch im Laufen.

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