Steigende Zahlen in NÖ: Testangebot derzeit ausreichend

Niederösterreich sieht sich mit dem Testangebot gerüstet.
Niederösterreich sieht sich mit dem Testangebot gerüstet. ©APA/AFP/Javier Torres
"Wir haben ein gutes Testangebot in Niederösterreich", so Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. Trotz steigender Infektionen reiche es für die kommenden Tage definitiv aus.

In Niederösterreich wird laut Landessanitätsdirektorin Irmgard Lechner ein weiterer kräftiger Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen erwartet. "Wir finden mit den derzeitigen Testmöglichkeiten für die nächsten Tage das Auslangen", sagte Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig in einem Pressegespräch am Donnerstag. Bevor Wohnzimmertests im Bundesland erneut zugelassen werden, sollen laut der SPÖ-Politikerin Antigen-Angebote in Gemeinden ausgeweitet werden.

Niederösterreich sieht sich mit Testangebot gerüstet

"Wir haben ein gutes Testangebot in Niederösterreich", hielt die Gesundheitslandesrätin fest. Bei einer hohen Positivitätsrate komme es allerdings aufgrund des Pooling-Verfahrens zu Verzögerungen bei der PCR-Auswertung. "Die Priorität liegt bei den amtlichen Testungen, das werden wir aufrechterhalten", betonte Lechner angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen durch die Omikron-Variante. Die behördlich angeordnete Probenabnahme und -auswertung - hier wird einzeln analysiert - sowie das Contact Tracing funktioniere "derzeit noch sehr gut".

In den vergangenen zwei Jahren der Pandemiebewältigung habe sich vieles verändert, zwei Ziele seien aber gleich geblieben, betonte Königsberger-Ludwig: "Der Schutz der vulnerablen Bevölkerung und die Überlastung der Kliniken und Intensivstationen zu verhindern." Die Omikron-Variante sei zwar infektiöser, aber die Verläufe scheinen milder, sagte die Landesrätin: "Ziel ist es trotzdem, die Verbreitung des Virus zu verhindern und die Ansteckungszahl so flach wie möglich zu halten."

"Turbulenter Weg" bei Corona-Impfung

In puncto Impfung sei der bisherige Weg "durchaus turbulent" gewesen, meinte Königsberger-Ludwig. Anfangs habe Vakzinmangel bestanden. "Jetzt hat es sich in Richtung Impfmüdigkeit entwickelt, deshalb braucht es auch den heutigen Beschluss zur Impfpflicht im Parlament." Mehr als 79 Prozent der Niederösterreicher ab fünf Jahren verfügen über ein gültiges Zertifikat. Keine Pläne gebe es für ein eigenes Anreizsystem bzw. eine Lotterie im Bundesland, sagte die SPÖ-Politikerin auf Nachfrage.

Zwischenbilanz zur Corona-Pandemie in Niederösterreich

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Niederösterreich rund 18 Millionen Antigen-Tests durchgeführt, dazu kommen 1,6 Millionen Tests in Kindergärten. Bei den PCR-Testungen (inklusive jener, die behördlich angeordnet wurden) betrug die Zahl 6,187 Millionen. Im Rahmen von "Niederösterreich gurgelt" in Kooperation mit Spar wurden seit Oktober des Vorjahres 3,5 Millionen Tests ausgegeben, davon wurden bisher rund 20 Prozent ausgewertet. Weiters wurden 6,368 Millionen Wohnzimmertests durchgeführt.

Bisher wurden in der Pandemie fast 775.000 Absonderungsbescheide im Bundesland ausgestellt - davon mehr als 552.000 im Vorjahr - und 145.600 Verkehrsbeschränkungen verhängt. Im Vorjahr wurden 167.300 Corona-Fälle bestätigt. 1.707 Patienten starben mit oder an Covid-19, davon waren die Unter-70-Jährigen laut der Landessanitätsdirektorin bis auf Einzelfälle nicht geimpft. 163.104 Personen sind genesen.

Bilanz über den bisherigen Einsatz in der Pandemie zog auch NÖ Militärkommandant Brigadier Martin Jawurek. Das Bundesheer unterstützte in Teststraßen, beim Contact Tracing und bei Kontrollen - im Vorjahr an der Grenze und im Hochinzidenzgebiet Wiener Neustadt sowie nach wie vor am Flughafen Wien in Schwechat (Bezirk Bruck a.d. Leitha).

(APA/Red)

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