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Steiermark: Mehrheit wohl nur für ÖVP-SPÖ und ÖVP-FPÖ

Nur Schwarz-Blau oder Schwarz-Rot garantiert eine stabile Mehrheit.
Nur Schwarz-Blau oder Schwarz-Rot garantiert eine stabile Mehrheit. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Nach der spannenden Steiermark-Wahl könnten die Koalitions-Konstellationen genauso spannend werden. Umfragen lassen eine knappe schwarz-grüne Mehrheit nur bei vier Parteien im Landtag zu.

Voraussichtlich nur zwei realistische Koalitionsoptionen wird der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) nach der Landtagswahl am Sonntag haben. Die Umfragen lassen nur für ÖVP-SPÖ und ÖVP-FPÖ ausreichende Mehrheiten erwarten. Schwarz-Grün hätten beim demnach erwarteten Wahlausgang nur dann eine - hauchdünne - Mehrheit, wenn sowohl NEOS als auch KPÖ nicht ins Landesparlament kommen.

Nach einer Mandats-Simulation der ARGE Wahlen hätte die ÖVP in Fall 19 und die Grünen sechs Mandate. Die zusammen 25 der insgesamt 48 Landtagssitze wären eine ziemlich wacklige Grundlage für eine Koalition. Nur mit der SPÖ (13) und der FPÖ (10) hätte die ÖVP eine stabile Basis. Grundannahme für die Mandats-Simulation waren (auf Basis der vorliegenden Umfragen): 35,5 Prozent ÖVP, 24,1 SPÖ, 19,1 FPÖ, 12,1 Grüne, 4,8 NEOS und 4,3 KPÖ.

NEOS graben ÖVP und Grüne Mandate ab

Schaffen es auch NEOS in den Landtag (bei der Annahme 34,1 Prozent ÖVP, 24,6 SPÖ, 19,6 FPÖ, 12,6 Grüne, 4,9 NEOS, 4,3 KPÖ) hätten ÖVP (17) und Grüne (6) zu wenig, nämlich nur 23 Mandate. Mit NEOS (2) zusammen kämen sie auf 25 - also auch nur die hauchdünne Mehrheit. 25 Mandate für Schwarz-Grün-Pink ergab auch die Simulation (mit ähnlicher Ergebnis-Annahme) für den Fall, dass es alle sechs Parteien, also auch die KPÖ, in den Landtag schaffen.

Graz und Graz-Umgebung entscheidend

Ob der nächste Landtag aus vier, fünf oder sechs Parteien besteht, wird am Sonntag im Wahlkreis 1 (Graz und Graz-Umgebung) entschieden. Denn für den Einzug ist in der Steiermark ein Grundmandat nötig - und das schaffen Kleinparteien am ehesten in diesem Wahlkreis.

Das nicht nur, weil Parteien wie Grüne, KPÖ und NEOS im städtischen Bereich größere Zustimmung finden als in ländlichen Regionen. Sondern auch, weil im mit Abstand größten Grazer Wahlkreis die meisten Mandate (15) vergeben werden - und bei meist unterdurchschnittlicher Wahlbeteiligung vergleichsweise "billig" zu haben sind.

Aber auch dort kostet es noch mehr als sechs Prozent - 2015 waren 12.485 Stimmen bzw. 6,3 Prozent nötig. Können NEOS ähnlich viele Wähler für sich gewinnen wie bei der Nationalratswahl am 29. September (da waren es 23.219) erobern sie den steirischen Landtag.

Grüne könnten in anderen Wahlkreisen punkten

Für die Grünen sind heuer - wenn sie rund zwölf Prozent schaffen - sogar drei Grazer Grundmandate und erstmals auch welche in zwei anderen Wahlkreisen (Obersteiermark und Oststeiermark) drinnen. In der Obersteiermark war 2015 ein Grundmandat mit 6,7 Prozent zu haben, in der Oststeiermark waren 8,3 Prozent nötig.

Für die KPÖ kann man aus dem Nationalratswahl-Ergebnis keine Rückschlüsse ziehen. Bei der Bundeswahl bekam sie im Grazer Wahlkreis nur 4.157 Stimmen. Aber bei Landtagswahlen schneidet die KPÖ immer sehr viel besser ab - und so schaffte sie seit dem Wiedereinzug 2005 noch jedes Mal das nötige Grazer Grundmandat.

NEOS und KPÖ blicken auf Graz

Da ohne Grazer Ergebnis keine zuverlässige Aussage möglich, ob NEOS oder KPÖ in den Landtag einziehen - und wie sich somit die 48 Mandate auf die Parteien verteilen - verzichtet ARGE Wahlen am Sonntag in der ersten Hochrechnung gleich nach Wahlschluss (16 Uhr) auf Mandats-Angaben. Denn die Grazer Wahllokale schließen alle erst um 16 Uhr. Erst wenn einige Zeit später die ersten Grazer Sprengelergebnisse eintrudeln rechnet ARGE Wahlen auch die zu erwartende Verteilung der Landtagssitze aus.

(APA/red)

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