Startschuss für Kampagne zu sicherem Online-Handel

Karl Nehammer äußerte sich vor dem Hintergrund des Kampagnen-Beginns.
Karl Nehammer äußerte sich vor dem Hintergrund des Kampagnen-Beginns. ©APA/HERBERT NEUBAUER (Symbolbild)
Die Anzeigen von Online-Betrug nahmen 2020 während der Lockdown-Einschränkungen um 2.000 Fälle zu und erreichten einen Wert von 18.780 Delikten. Das Bundeskriminalamt rief eine Kampagne ins Leben - allerdings nicht alleine.
Zuwachs bei Cybercrime

Um dem oben beschriebenen Trend entgegenzuwirken, startete das Bundeskriminalamt in Kooperation mit Europol eine Kampagne zur Sensibilisierung gegenüber den Gefahren des Online-Handels. "Oftmals profitieren Betrüger von Unwissenheit oder Unachtsamkeit der Käuferinnen und Käufer", sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) anlässlich des Starts der Kampagne.

Nehammer über Online-Kriminalität

"Die Kriminalität verlagert sich zusehends ins Internet - vom Bestellbetrug bis hin zum Suchtmittelhandel. Deshalb wird auch die Ermittlungsarbeit im Internet immer wichtiger", sagte der Innenminister. Die Polizei setze nun einen klaren Schwerpunkt und verdoppelt im Bundeskriminalamt das Personal für diesen Bereich. "Außerdem setzen wir bei der laufenden Kriminaldienstreform auf die Aus- und Weiterbildung der Polizistinnen und Polizisten zu dieser Deliktsform", so Nehammer. Auch die Präventionsarbeit auf der Plattform "GEMEINSAM.SICHER" soll weiter verstärkt werden.

Hashtag "SellSafe" wird eingesetzt

Unter dem Hashtag "SellSafe" werden zudem die Online-Händler direkt angesprochen. Der E-Commerce-Handel ist demnach am häufigsten von Betrügereien wie Bestellungen mit gefälschten Namens- und Adressdaten, zahlungsunfähigen bzw. zahlungsunwilligen Kunden, missbräuchlich verwendeten Identitäten, Betrug bei der Warenauslieferung oder -übergabe sowie Retournierung und Verwendung missbräuchlich erlangter Zahlungsdaten betroffen. Im Rahmen der Kampagne erklären die Expertinnen und Experten, "wie man einen Online-Auftritt erstellt und welche Sicherheitsmaßnahmen und Zahlungsmodalitäten festgelegt werden sollten".

Viele neue Online-Shops

Als Folge der Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie wurden auch tausende neue Online-Shops eröffnet - nicht alle davon jedoch durch seriöse Anbieter. "Die Unterscheidung von echten und betrügerischen Webshops stellt für viele Kundinnen und Kunden eine große Herausforderung dar. Die Kampagne mit dem Hashtag 'BuySafePaySafe' richtet sich an alle Online-Shopper und gibt einfache Tipps wie das Prüfen von Bewertungen, keine Weitergabe von Kartendaten per E-Mail, das Achten auf einen gesicherten Datentransfer (HTTPS und SSL Verschlüsselung) oder das Archivieren aller Daten über den Online-Einkauf", hieß es in der Aussendung des Bundeskriminalamts.

(APA/Red)

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