Startschuss für die Schlossplatzgestaltung

Am Anfang der Auftaktveranstaltung stand eine historische Führung über den Schlossplatz.
Am Anfang der Auftaktveranstaltung stand eine historische Führung über den Schlossplatz. ©TF
Der Bürgerbeteiligungsprozess zur Neugestaltung des Schlossplatzes im Rahmen von innen.stadt.leben. startete mit einem Rundgang und Fachvorträgen.
Auftaktveranstaltung

Hohenems. Nach einer Führung über den Schlossplatz informierten im Foyer des Löwensaals Stephanie Waldburg-Zeil und Gerd Nachbauer über die historische Entwicklung des Palasts und der ehemaligen Gebäude und Verbindungsgänge im direkten Umfeld. Dann leitete Projektleiterin DI Gudula Pawelak mit aktuellen Daten und Fakten zum größten Innenstadt-Platz Vorarlbergs (Dornbirner Marktplatz: 4.000 m2, Bregenzer Kornmarktplatz: 7.000 m2. Emser Schlossplatz: 10.000 m2) zur Gegenwart über.

Anschließend sprachen die Regionalentwicklerin Gerda Schnetzer-Sutterlüty aus Röthis und Architekt Axel Lohrer aus München, Wettbewerbssieger der weiteren Emser Innenstadtbereiche, über die Bedeutung von zentralen Plätzen in Gemeinden und Städten. Schnetzer zeigte auf, dass schön gestaltete Innenstädte wesentlich für das soziale Funktionieren einer Gemeinde sind und was Innenstädte von Einkaufszentren lernen können.

Lohrer präsentierte ein „Bilderbuch“ von Plätzen aus aller Welt und legte dabei den Fokus auf die zahlreichen Bereiche, die bei der Entwicklung von zentralen Plätzen mitgedacht werden müssen. Etwa die Struktur, die Möglichkeit von kleinen Aufenthaltsplätzen ohne Konsumationszwang oder die Lichtgestaltung: „Überlegen Sie bei der Entwicklung immer, ob Sie am Platz auch Bereiche anbieten, um auf jemanden zu warten oder einmal nur etwas Sonne zu tanken. Flanieren Sie gedanklich in der Geschwindigkeit einer Schildkröte über den Platz – andernfalls sind Sie zu schnell.“

Als eine „schöne, spannende und sicher herausfordernde Aufgabe“ bezeichnete Bürgermeister Richard Amann abschließend die Erarbeitung des Schlossplatzes mit allen Eigentümern und Anwohnern, Interessensvertretern und interessierten Bürgern: „Gemeinsam mit begleitenden Fachleuten werden wir in den nächsten zwei bis drei Jahren einen Raum entwickeln, der als Anziehungspunkt weit über die Grenzen von Hohenems hinaus wirken wird.“ Viele der rund 50 Hohenemser(innen), die sich für Daten und Fakten zum größten Innenstadt-Platz Vorarlbergs interessierten, meldeten sich auch zur Mitarbeit an.

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