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Stadt Wien nimmt 17 Mio. Euro für Ausbildungspaket in die Hand

Insgesamt 17 Mio. Euro will man für das Ausbildungspaket bereitstellen.
Insgesamt 17 Mio. Euro will man für das Ausbildungspaket bereitstellen. ©APA/HANS PUNZ
Vor allem Personen unter 25 Jahren sind von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Mit einem 17 Millionen Euro schweren Ausbildungspaket will die Stadt Wien die überbetriebliche Lehrausbildung unterstützen.

Im Wiener Rathaus ist am Dienstag ein Ausbildungspaket für Personen unter 25 Jahren präsentiert worden. Diese Gruppe sei derzeit massiv von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen, betonte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) in einer Pressekonferenz. Nun wird die überbetriebliche Lehrausbildung forciert. Auch werden "Qualifikationspässe" für junge Wiener ohne Job geschaffen.

20- bis 24-Jährige Corona-Krise stark von Arbeitslosigkeit betroffen

Man stehe vor einer der größten Herausforderungen der vergangenen Jahrzehnte, wurde heute versichert. Bei den 20- bis 24-Jährigen etwa hat sich die Arbeitslosigkeit in Wien mit einem Plus von 8.550 Personen zuletzt mehr als verdoppelt, wie Ludwig in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne), Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) und Fritz Meißl, dem Geschäftsführer des Wiener Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerförderungsfonds (waff), berichtete.

Zu verzeichnen ist in Wien gleichzeitig ein Rückgang bei den Lehrstellen um mehr als 20 Prozent. Dementsprechend hat sich die Zahl der Lehrstellensuchenden fast verdoppelt. Konkret suchen fast 4.000 junge Menschen einen Lehrplatz, wie heute ausgeführt wurde.

Corona-Krise: Stadt Wien schnürt Ausbildungspaket für Jugendliche

Um in der aktuellen Situation gegenzusteuern, werden nun 17 Mio. Euro in eine Reihe von Maßnahmen investiert. Der größte Teil fließt in die überbetriebliche Lehrausbildung - also die Sicherung von Plätzen für Lehrlingen abseits der Unternehmen. Konkret wird der bisherige Finanzierungsbeitrag in der Höhe von 6,7 Mio. Euro auf 10 Millionen erhöht.

Damit sollen gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) notwendige zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden, hieß es. Die Lerninfrastruktur soll ebenfalls verbessert werden, etwa durch den Ankauf von Tablets. Auch Förderunterricht für Lehrabschlussprüfungen wird damit unterstützt.

"Qualifikationspass" für junge Menschen mit Pflichtschulabschluss

7 Mio. Euro werden für Qualifizierungsmaßnahmen bereitgestellt. Sie sind etwa für arbeitslose junge Menschen gedacht, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen. Ihnen wird vom AMS und dem waff der Qualifikationspass angeboten. In dem Dokument wird erfasst, welche Kompetenzen die oder der Betroffene mitbringt und wie das Ausbildungsziel aussieht. So könnten stets genaue Unterstützungsmaßnahmen angeboten werden. Zudem sollen Ausbildungsverbünde geschaffen werden, um Betrieben die Vermittlung von Inhalten zu erleichtern.

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(APA/Red)

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