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Stadionumbau in Innsbruck verzögert sich

Der Umbau des Tivoli-Stadions in Innsbruck für die EURO 2008 verzögert sich, nachdem bei Röntgenuntersuchungen Verarbeitungsmängel bei der Sitz- und Treppenkonstruktion aufgetreten sind.

Die betroffenen Teile, die von einem internationalen Stahlbauunternehmen aus China stammen, werden nicht in das Tivoli-Stadion eingebaut. Die Firma Porr/Alpine Mayreder als Generalunternehmen hat die Teile nun in Österreich neu ausgeschrieben. Auch die Stadionerweiterungen in Klagenfurt und teilweise in Salzburg sind von den mangelhaften Ausführungen betroffen.

Michael Außerhofer, Geschäftsführer der ISPA (Innsbrucker Sportanlagen Errichtungs- und Verwertungs Gmbh.) betonte gegenüber der APA – Austria Presse Agentur jedoch, dass es zwar zu Verzögerungen kommen werde: „Aber bis zum Eröffnungsspiel am 17. Oktober dieses Jahres, mit dem Spiel Österreich gegen Elfenbeinküste, wird das Stadion voll zur Verfügung stehen.“ In zwei Wochen schätzt Außerhofer, werden die neuen Teile geliefert werden, dann beginnt sofort der Einbau. Konkret geht es um 410 Tonnen Stahlteile. Die neuen Dach- und Tragekonstruktionen für die Nord-, Süd- und Westtribüne sind bereits seit längerer Zeit fertiggestellt und überprüft.

Das Tivolistadion wird im Endausbau über 31.500 Sitzplätze verfügen. Baubeginn war im Jahr 2005. Im Jahr 2009 soll das Tivolistadion wieder auf 18.000 Sitzplätze zurückgebaut werden.

Auch in dem auf 31.000 Sitzplätze erweiterten Salzburger EM-Stadion in Klessheim läuft für die Baufirmen nicht alles rund. Weil andere Treppentürme als ursprünglich bestellt angeliefert wurden, mussten 22 Ersatz-Zutrittstürme für den Oberrang errichtet werden. Diese werden nun in den nächsten zwei bis drei Monaten durch stabilere Treppentürme ersetzt, erklärte am Freitag Alfred Denk, Chef der Stadion-Errichtungsgesellschaft, auf Anfrage.

Die provisorischen Zutrittstürme wurden für das Eröffnungsspiel Red Bull Salzburg gegen Arsenal aufgebaut, dass am 25. Juli mit einem 1:0 für Salzburg geendet hatte. Die Türme hätten schließlich allen Anforderungen der Behörden entsprochen, seien aber filigraner als die ursprünglich bestellten und würden nun durch stabilere ersetzt, erläuterte Denk. Die architektonischen Vorgaben der Errichtungsgesellschaft seien nicht ganz erfüllt worden, „wir haben andere Türme bekommen“.

Da auch für die Eröffnung des erweiterten Stadions wegen eines Lieferausfalls eines chinesischen Tribünenlieferanten zu wenig Sitze angeliefert worden waren, hätten die Baufirmen ein Krisenmanagement betrieben. „Es mussten 3.000 bis 4.000 Sitze aus anderen Beständen aufgebaut werden“, erläuterte Denk. Nun würden die fehlenden Sitze am Oberrang mit neuen Sitzen ergänzt. „Es wird daran schon gearbeitet.“

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