Stabiler Geschäftsverlauf beim Seilbahnbauer Doppelmayr

Der Vorarlberger Seilbahnhersteller Doppelmayr Holding AG ist mit einem stabilen Geschäftsverlauf bisher gut durch die Wirtschaftskrise gekommen.
Zwar fiel im Geschäftsjahr 2009/10 der Umsatz um rund zwei Prozent auf 603,2 Mio. Euro (2008/09: 615,7 Mio. Euro) und das Betriebsergebnis um etwa 6,6 Prozent auf 70,6 Mio. Euro (2008/09: 75,6 Mio. Euro), das Konzernergebnis nach Steuern stieg allerdings von 29,3 Mio. Euro auf 83,2 Mio. Euro. Am Mittwoch zeigten sich Vorstandsvorsitzender Michael Doppelmayr und sein Vorstandskollege Hanno Ulmer waren bei der Bilanzpressekonferenz angesichts dieser Zahlen “sehr zufrieden”. Im laufenden Geschäftsjahr rechneten die Vorstände mit weiter stabilen Umsatz- und Verkaufszahlen.

Der Umsatz sei im Geschäftsjahr 2009/10 (1. April 2009 bis 31. März 2010) der geringste in den vergangenen fünf Jahren gewesen, räumte Ulmer mit Verweis auf das “Krisenjahr” ein. Man habe aber gut gewirtschaftet, Lager abgebaut und die Investitionen zurückgefahren, erklärte der Vorstand. “Im laufenden Jahr liegt der Umsatz in etwa in derselben Größenordnung oder sogar etwas besser als im vergangenen”, sagte Ulmer.

Nach Angaben von Michael Doppelmayr wurden im vergangenen Jahr 117 Anlagen realisiert, bei den meisten davon habe es sich um keine Neubauten, sondern um den Ersatz bestehender Anlagen gehandelt. Unter diesen Projekten befanden sich die neue Gaislachkogelbahn in Sölden ebenso wie eine Bahn für den “Ocean Park” in Hongkong oder eine Stadtbahn in Caracas. Auch im heurigen Jahr sollen wieder ähnlich viele Anlagen gebaut werden.

Doppelmayr zeigte sich speziell mit dem österreichischen Tourismus sehr zufrieden, der sich “als sehr krisenresistent herausgestellt” habe. Obwohl das Unternehmen seit Jahren unter anderem auch auf Stadtbahnen setzt, werden nach wie vor mindestens 80 Prozent des Umsatzes im Wintergeschäft generiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr entfielen 21 Prozent des erzielten Umsatzes auf Österreich und Deutschland, 28 Prozent auf die Märkte Schweiz, Frankreich und Italien.

Als eher schwierig erwies sich das Geschäft in Nordamerika, wo nur dank eines Cable Liner Shuttle-Auftrags in Las Vegas ein Umsatzanteil von 14 Prozent erreicht werden konnte. Auch in Russland werde abseits von Sotchi praktisch kaum gebaut. In der Olympia-Region von 2014 sind aber 20 Doppelmayr-Projekte bereits umgesetzt oder in Planung.

Die Anzahl der Mitarbeiter belief sich im vergangenen Jahr im Durchschnitt auf 2.608 (2008/09: 2.660), davon 971 (1.067) in Österreich. Man habe sich damit an die ursprünglich gemachten Ankündigungen gehalten, so Ulmer. Ein weiterer Personalabbau sei nicht geplant, eher sei mit zusätzlichen Anstellungen zu rechnen.

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