Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Messer-Einsatzes von Efgani Dönmez

Die Immunität des Abgeordneten könnte aufgehoben werden.
Die Immunität des Abgeordneten könnte aufgehoben werden. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Weil ein 23-Jähriger seine Tochter bespuckt hatte, zog Efgani Dönmez ein Klappmesser. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Drohung gegen den Politiker.
Dönmez verteidigte Tochter mit Messer
Politiker auch mit Pistole unterwegs

Die Linzer Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den fraktionslosen Nationalratsabgeordneten Efgani Dönmez wegen gefährlicher Drohung eingeleitet. Gegenstand der Prüfung sei der Griff des Politikers zu einem Klappmesser im Streit mit einem 23-Jährigen. Einen Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten" (Samstag-Ausgabe) bestätigte Sprecher Philip Christl auf APA-Anfrage.

Staatsanwalt prüft Sachverhalt wegen gefährlicher Drohung

"Er ist als Beschuldigter erfasst mit 'Gefährlicher Drohung' als Arbeitstitel", erklärte Christl. Nächste Woche nach Eintreffen des abschließenden Polizeiberichtes werde geprüft, ob diese Ermittlungen weiter geführt werden. Dann werde sich auch herausstellen, ob es nötig sei, die Aufhebung der Immunität des Abgeordneten zu beantragen. Dies wäre eigentlich nur dann gegeben, wenn die Tat im Zuge der politischen Tätigkeit begangen worden wäre.

23-Jähriger bespuckte Tochter von Dönmez

Der frühere Grünen- und ÖVP-Mandatar und nun "wilde" Abgeordnete Efgani Dönmez ist vergangenen Sonntagabend in Linz bei einer Auseinandersetzung verletzt worden. Er hatte im Streit mit einem 23-Jährigen ein Klapp-Messer gezogen, woraufhin dieser zur Verteidigung zu einem Schirm griff und Dönmez damit attackierte.

Grund der Auseinandersetzung sei gewesen, dass der Tschetschene die elfjährige Tochter des Politikers angespuckt hätte. Der Abgeordnete war bei der Attacke am rechten Arm und am kleinen Finger verletzt worden und musste zur ambulanten Behandlung ins Spital.

(APA/Red)

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