Spätes Tor von Hoffer erlöst Rapid

Rapid Wien hat am Freitag einen weiteren wichtigen Schritt Richtung 32. Meistertitel der Klubgeschichte gemacht. Exklusiv: Bilder vom Spiel 

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Die Hütteldorfer setzten sich in der 34. und drittletzten Runde daheim gegen Austria Kärnten mit viel Mühe, aber verdient 2:1 (1:1) durch und bauten damit den Vorsprung auf Titelverteidiger Red Bull Salzburg (am Samstag in Mattersburg) wieder auf vier Punkte aus.

Wolf brachte die Gäste im mit 17.500 Zuschauern ausverkauften Hanappi-Stadion mit einem Tausendguldenschuss in Führung (3.), ein Freistoß von Hofmann bedeutete den Ausgleich (27.), Hoffer stellte dann im Finish in numerischer Überlegenheit den wichtigen Dreipunkter sicher (85.). Kärnten beendete die Partie mit zehn Mann, denn Krajic sah Gelb-Rot (71.).

Damit haben die Grün-Weißen weiterhin alle Trümpfe in der Hand, mit zwei Siegen in den ausstehenden zwei Partien hat die Truppe von Trainer Peter Pacult den Titel fix in der Tasche. Theoretisch könnte die Entscheidung bereits kommendes Wochenende in der 35. Runde fallen, in der Rapid Altach und Salzburg die Austria empfängt. Für Kärnten bleibt es somit im Kampf um den Klassenerhalt sehr eng, bei einem Spiel mehr weist man derzeit drei Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Wacker Innsbruck auf. Sollte Innsbruck am Samstag in Graz gegen Sturm gewinnen, wären die Kärntner wieder Letzter.

Vor der Partie hatte fast alles für einen glasklaren grün-weißen Heimerfolg gesprochen. Einerseits aufgrund der Bilanz der bisherigen Saisonduelle (drei Rapid-Siege, 8:1-Tore), vor allem aber durch die riesige aktuelle Euphoriewelle rund um den Club und die “Festung St. Hanappi”, die bereits zwei Wochen vor der Partie ausverkauft gewesen war und in der Rapid zuletzt bei einem Torverhältnis von 14:2 fünfmal en suite gewonnen hatte.

Allerdings waren die Hütteldorfer vor dem Tabellen-Vorletzten aus Klagenfurt gewarnt, denn nicht zuletzt dank Neo-Trainer Frenkie Schinkels war Kärnten seit 1. März und sieben Partien ungeschlagen. Und die Klagenfurter zeigten sich auch ohne den verletzten Ex-Rapid-Kapitän Hiden im Hanappi von Beginn an frech und legten mit einem Traumtor los. Nach schönem weiten Pass von Junuzovic fackelte der von Patocka zu zaghaft attackierte Wolf aus spitzem Winkel und rund 16 Metern Entfernung nicht lange und knallte den Ball ins lange Eck (3.).

Der Schock bei den Hausherren saß tief. Die Rapidler setzten sich zwar in der gegnerischen Spielhälfte fest, agierten jedoch spielerisch zu ideenlos. Die Variante mit den hohen Bällen in die Spitze blieb diesmal eher wirkungslos, denn der 2,02-m-Stürmer Maierhofer fehlte gesperrt. Es war daher fast logisch, dass den Rapidlern per Standardsituation der Ausgleich gelang. Hofmann traf per direktem Freistoß aus etwas mehr als 20 m mit seinem zehnten Saisontor ins linke Eck, Schranz konnte den Ball nur mehr mit den Fingerspitzen berühren und ins eigene Netz abfälschen (27.).

Damit war der Bann aber nicht gebrochen, vor allem die Spitzen Hoffer und Bazina waren bei der Klagenfurter Defensive weiterhin so gut wie abgemeldet, lediglich eine Freistoß-Flanke von Hofmann am langen Kreuzeck vorbei war vor der Pause noch erwähnenswert (38.). Auch nach dem Wechsel blieben Topchancen absolute Mangelware, Rapid war durch Bazina (58.) und Kärnten durch Hauser (48., 61.) und Wolf (56.) ansatzweise gefährlich.

Hofmann hätte es dann beinahe einmal mehr im Alleingang gerichtet, doch sein Schuss aus 20 m schrammte knapp am kurzen Eck vorbei (67.). Vier Minuten später holte der Deutsche dann Gelb-Rot für Krajic heraus, wenige Augenblicke nach einer Gelben wegen Unsportlichkeit foulte Krajic den Rapid-Captain gelbwürdig (71.).

Es folgte ein letztes verzweifeltes Anrennen Rapids und eine Abwehrschlacht Kärntens. Am Ergebnis änderte sich jedoch zunächst nichts, denn Hoffer schoss aus fünf Metern drüber (80.) und Dober scheiterte mit einem Weitschuss an Schranz (83.). Doch die Mühe der Grün-Weißen wurde noch belohnt, denn Korkmaz setzte sich auf der linken Seite durch, bediente per Querpass Hoffer und dieser hatte wenig Mühe, aus kurzer Distanz sein achtes Saisontor zu markieren (86.).

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