Sprengstoff-Alarm: Bombe war für US-Botschaft geplant

An der US-Botschaft wurde offenbar ein Bombenanschlag vereitelt. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.

Die österreichische Polizei hat am Montag einen mit einem Sprengstoffrucksack bewaffneten Mann festgenommen, der in die US-Botschaft in Wien eindringen wollte. Der gebürtige Bosnier soll in seinem Rucksack auch islamische Literatur gehabt haben. Der Mann wurde nach Polizeiangaben festgenommen, nachdem er seinen mit Sprengstoff und Nägeln gefüllten Rucksack fallen ließ und zu Fuß floh. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Die Gegend rund um die Botschaft wurde aus Sicherheitsgründen abgeriegelt. Der 42 Jahre alte Mann habe bei seiner Vernehmung „verwirrte Angaben“ gemacht und spreche nur gebrochen deutsch, meldete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Es war zunächst unklar, ob der Verdächtige tatsächlich in die Botschaft vordrang. Der Rundfunksender ORF meldete, ein Metalldetektor habe Alarm geschlagen, als der Mann hindurchgehen wollte. Der Verdächtige habe daraufhin sofort das Weite gesucht. Ein Großeinsatz samt Entminungsdienst, Hundestaffel, Feuerwehr und Rettung folgte. Knapp zwei Stunden später wurde der verdächtige Rucksack mit einem Wassergewehr aufgeschossen.   
   
Spezialisten des Innenministeriums entdeckten im Inneren des Rucksacks zwei Handgranaten oder zumindest ähnliche Gegenstände, auf jeden Fall Sprengstoff, berichtete die Sprecherin des Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT), Doris Edelbacher. „Der Rucksack war weiters mit Nägeln gefüllt.“ Eine Explosion hätte also eine enorme Streukraft erzeugt. Der Verdächtige Rucksackbesitzer wird derzeit einvernommen. Der 1965 geborene Mann mache bisher allerdings „verwirrte Angaben“ und spreche nur gebrochen deutsch, so Edelbacher.   
   
   
Für Behinderungen sorgten die großräumigen Absperrungen im Öffentlichen Verkehr. Die Straßenbahnlinien 5 und 33 sowie die Busse der Linie 40A mussten kurzfristig umgeleitet werden.   
(Forts. mögl.) zö/km   
   
   
   
   

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