Spotify: Musikdienst stellt sich neu auf

Die Spekulationen der Web-Community reichen von dem Start eines eigenes Download-Stores bis hin zu Facebook-artigen Apps
Die Spekulationen der Web-Community reichen von dem Start eines eigenes Download-Stores bis hin zu Facebook-artigen Apps ©spotify.com
Der seit kurzem auch in Österreich und der Schweiz gestartete Online-Musikservice Spotify will sich inhaltlich neu ausrichten.

Wie genau die neue Geschäftsstrategie aussehen wird, will Unternehmensgründer Daniel Ek heute, Mittwoch, bei einem großen Presse-Event in New York – dem allerersten von Spotify in den USA überhaupt – verkünden. Die Erwartungen innerhalb der musikbegeisterten Web-Community sind groß: Die Spekulationen reichen von dem Start eines eigenes Download-Stores bis hin zu Facebook-artigen Apps, die das Funktionsspektrum des Services deutlich erweitern könnten.

“Bei Spotify versuchen wir kontinuierlich neue innovative Erfahrungen für unsere User zu erschaffen”, so die sehr allgemein gehaltene Information zum aktuellen Presse-Event eines PR-Vertreters von Spotify gegenüber dem Webportal AllThingsD. Um welche neuen Erfahrungen es herbei genau gehen soll, wird nicht verraten. Der Sprecher lässt aber wissen, dass sich der Musikdienst “eine neue Richtung für das Unternehmen” geben will und eine große Ankündigung zu erwarten ist.

App Finder

Im Netz hat die etwas kryptische Ansage des Spotify-Vertreters bereits heftige Spekulationen über mögliche Neuerungen ausgelöst. Besonders oft wird dabei das Thema Apps als wahrscheinlichste Änderung genannt. Diese könnten laut Gerüchteküche in Form eines sogenannten “App Finders” Einzug in das Musikangebot halten, der User mit verschiedenen musikbezogenen Applikationen versorgt, die beispielsweise auf Wunsch die Songtexte zu einem gerade gehörten Stück ausspucken oder Nutzer-Reviews zu aktuellen Musikveröffentlichungen bereithalten.

Wie ein mit den Unternehmensplänen vertrauter Insider gegenüber dem Wall Street Journal verrät, soll das App-Angebot von Spotify grundsätzlich sowohl gebührenzahlenden Abbonement-Kunden als auch jenen Usern, die lediglich die kostenlose werbefinanzierte Variante des Dienstes verwenden, gratis zur Verfügung gestellt werden. Einziges Manko: Die Spotify-Apps sollen sich vorerst nur via Desktop- oder Laptop-Computer nutzen lassen, Smartphones werden beim Start noch nicht unterstützt.

Zehn Millionen User

Spotify wurde 2008 in Schweden gegründet und hat sich seitdem zu einem wichtigen “Player” im heiß umkämpften Online-Musikgeschäft entwickelt. Eigenen Angaben zufolge verfügt der Service mittlerweile über zehn Mio. aktive User – rund 2,5 Mio. davon sollen zahlende Kunden sein – in 13 verschiedenen Ländern und hat insgesamt rund 15 Mio. Songs im Programm. Erst kürzlich ist der Dienst auch in Österreich und der Schweiz gestartet. Für deutsche Nutzer ist er aufgrund von Schwierigkeiten bei den Lizenzverhandlungen mit der Verwertungsgesellschaft GEMA bislang noch nicht verfügbar.

(pte Austria)

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