SPÖ Wien-Chef Häupl bleibt dabei: Kein Rücktritt vor der Nationalratswahl

Häupl bei der Saisoneröffnung an der Alten Donau
Häupl bei der Saisoneröffnung an der Alten Donau ©APA/HANS KLAUS TECHT
Wiens Bürgermeister und Parteichef Michael Häupl (SPÖ) will trotz des schlechten Wahlergebnisses am Landesparteitag nicht vor der Nationalratswahl Platz für einen Nachfolger machen.
Häupl: Nur 77,4 Prozent
Beschlüsse beim SPÖ-Parteitag
Eindrücke vom Parteitag
Protest gegen Kern
Parteitag recht harmonisch
Rücktritt Monate nach der Wahl

“Ich pflege das zu tun, was ich überlegterweise auch gesagt habe”, sagte er am Rande eines Medientermins anlässlich der Saisoneröffnung der Alten Donau am Dienstag.

Häupl will die SPÖ in die Nationalratswahl führen

Es sei mit Bundeskanzler und SPÖ-Chef Christian Kern vereinbart gewesen, dass er die Wiener Partei in die Nationalratswahl führen werde: “Das ist auch der Grund, warum ich das mache.”

Wie er die Partei einigen und weiter vorgehen will, wollte er nicht verraten.” Das werde ich meinen Freunden in der Partei erzählen”, sagte er und verwies auf eine Vorstandstagung, die nächste oder übernächste Woche stattfinden soll.

“Das war vielleicht etwas voreilig ausgeplaudert”

In einem Interview mit der “Kronenzeitung” hatte Häupl davon gesprochen, dass er seinen bisherigen Plan nun “anpassen” müsse. “Das war vielleicht etwas voreilig ausgeplaudert”, sagte er. Man müsse sich aber natürlich parteiintern überlegen, was der Ausgang des Landeparteitags “unter Umständen” ändere. “Ich habe persönlich vor, das zu tun, was ich gesagt habe.” Die Frage, ob er sich vorstellen könne, länger zu bleiben, beantwortete er nicht.

Ein Problem für den Wahlkampf im Vorfeld der Nationalratswahl sieht Häupl nicht. Kern brauche sich keine Sorgen zu machen, dass die “Mobilisierungsfähigkeit nicht funktionieren würde”. Die Parteibasis würde “selbstverständlich”dafür laufen, dass Kern Bundeskanzler bleibe.

SPÖ-Parteitag: Häupl ist “natürlich nicht sonderlich zufrieden”

Mit dem Ausgang des Parteitags sei er “natürlich nicht sonderlich zufrieden”, sagte Häupl. “Ich wäre glücklicher gewesen, wenn alle zehn Prozent mehr gekriegt hätten”, räumte er ein, eine “Katastrophe” könne er aber nicht erkennen. “Wir haben schon schwierigere Zeiten überlebt und werden das auch überwinden”, sagte er.

“Niemand ist beschädigt”

Inhaltlich gesehen sei der Landesparteitag sogar “hervorragend” gelaufen: “Die Partei ist gar nicht so zerstritten, alle wesentlichen Anträge wurden mit ganz großer Mehrheit angenommen.” Auf die Frage, wie beschädigt die Personen seien, die wie er selbst deutlich an Stimmen verloren haben, meinte Häupl: “Niemand ist beschädigt.”

>>Parteitag der Wiener SPÖ: Nur 77,4 Prozent stimmten für Häupl

(apa/red)

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