SPÖ und ÖVP verlieren Direktmandate in Wien

Durch die Nationalratswahl kam es zu Umverteilungen der Direktmandate in Wien.
Durch die Nationalratswahl kam es zu Umverteilungen der Direktmandate in Wien. ©APA
SPÖ und ÖVP haben nach der Nationalratswahl 2013 in Wien jeweils ein Direktmandat verloren. Die Sozialdemokraten verfügen im Wahlkreis Süd-West nur mehr über eines statt bisher zwei, wobei auf dem zweiten Platz der Regionalwahlkreisliste Finanz-Staatssekretär Andreas Schieder nominiert war.
So hat Wien gezählt
Das vorläufige Ergebnis

Die ÖVP musste ihr Mandat im Wahlkreis Nord-West abgeben – konkret Justizsprecher Michael Ikrath, der so wie bereits 2008 auf diesem Platz kandidiert hat und anders als Schieder weder auf der Landes- noch auf der Bundesliste seiner Partei abgesichert ist. In Wien waren insgesamt 33 Mandate zu vergeben.Wien. Mit den auf Landesebene zuerkannten Mandaten sieht die Verteilung folgendermaßen aus: SPÖ 10 (2008: 11), ÖVP 4 (5), FPÖ 7 (6), BZÖ 0 (1), Grüne 5 (5), Team Stronach 1, NEOS 2. Es bleiben vier Restmandate. Grüne, NEOS und Team Stronach konnten keine Direktmandate erringen.

Verteilung der Direktmandate in Wien

Im Wahlkreis “9A – Innen Süd” (Bezirke Landstraße, Wieden, Margareten) sowie in jenem mit der Bezeichnung “9B – Innen West” (Innere Stadt, Mariahilf, Neubau, Josefstadt, Alsergrund) wurden keine Direktmandate vergeben. Eines konnte hingegen die SPÖ im Wahlkreis “9C – Innen-Ost” (Leopoldstadt, Brigittenau) für sich erkämpfen, was – jedenfalls laut aktuellem Stand – ein erneutes Direktmandat für SPÖ-Justizsprecher Johannes Jarolim bedeutet.

Im Wahlkreis “9D – Süd” (Favoriten, Simmering, Meidling) holt die SPÖ wieder zwei (Kandidaten: Petra Bayr, Harald Troch), die FPÖ eines, wobei dort erneut Parteichef Heinz-Christian Strache an der Spitze stand. Im Wahlkreis “9E – Süd-West” (Hietzing, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Liesing) erhält Doris Bures das einzig verbleibende Direktmandat (2008: zwei Direktmandate). Listenzweiter Andreas Schieder geht leer aus, ist jedoch auf der Landesliste am dritten Platz zu finden. Das in Süd-West errungene ÖVP-Direktmandat geht an Staatssekretär Sebastian Kurz, jenes der FPÖ an Johannes Hübner.

Vorzugsstimmen bei Nationalratswahl ausschlaggebend

Über das einzige Direktmandat im Wahlkreis “9F – Nord-West” (Ottakring, Hernals, Währing, Döbling) darf sich Neo-Parlamentarierin Nurten Yilmaz (SPÖ) freuen. VP-Justizsprecher Michael Ikrath muss hingegen auf die Vorzugsstimmen hoffen – um die er intensiv wahlgekämpft hat -, weil er steht auf der Landesliste erst auf Platz 63. Sie werden erst im Lauf der Woche ausgezählt.

Im Wahlkreis “9G – Nord” (Floridsdorf, Donaustadt) gehen die zwei SP-Mandate an Angela Lueger und Ruth Becher, jenes der FPÖ ebenfalls an einen Neo-Kandidaten, nämlich den Steuerberater Hubert Fuchs.

Die Zuteilung der Mandate auf die Kandidaten ist allerdings noch nicht fix: Sie kann sich mit der Auszählung der Vorzugsstimmen und der Wahlkarten noch ändern.

Alle Infos zur Wahl.

(APA/Red)

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