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SPÖ startet Video-Gespräche "Frauen und Corona"

Bundesfrauenvorsitzende Heinisch-Hosek startet den Dialog.
Bundesfrauenvorsitzende Heinisch-Hosek startet den Dialog. ©APA/HANS PUNZ
Aktuell wird viel über die "Helden" der Krise gesprochen. Meistens sind es Heldinnen, wie die in Supermärkten arbeiten, oder neben dem Home Office ihre Kinder betreuen. Die SPÖ widmet ihnen eine Online-Gesprächsreihe.

Weil die Auswirkungen der Corona-Pandemie vor allem Frauen vor Herausforderungen stellen, startet die SPÖ eine Online-Gesprächsreihe über die Rolle von Frauen in der Krise. Thematisiert werden etwa bezahlte und unbezahlte Arbeit, Pflege, Klima und Gewalt gegen Frauen. Übertragen werden die Veranstaltungen auf der Facebook-Seite der SPÖ-Frauen und des Renner-Instituts und über Zoom.

Bei der Gesprächsreihe sollen feministische Analysen und Forderungen mit Wissenschafterinnen und Politikerinnen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden. Den Auftakt macht eine Veranstaltung am Donnerstag (23. April) um 18.00 Uhr, bei der SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek mit der Politikwissenschafterin Stefanie Wöhl den Dialog startet. Danach wird bis zum Sommer jede zweite Woche diskutiert.

Frauen sind Systemerhalterinnen

"Feministische Wissenschaft muss viel stärker ins Zentrum der Debatte rücken", begründete Heinisch-Hosek die Bemühungen der SPÖ-Frauen. "Die Krise hat uns alle in eine neue Situation gebracht. Plötzlich geht es ausschließlich darum, sich und die Gemeinschaft gut durch die Krise zu bringen. Eigene Bedürfnisse müssen jetzt hintanstehen", sagte sie weiter und sieht darin die Gefahr, dass alte Rollenbilder wieder aufleben.

"Es sind zu einem Großteil die Frauen, die in vielen Berufen das System am Laufen halten, die zu Hause für die Betreuung der Kinder zuständig sind und den Alltag zwischen Arbeit, Unterricht und Verpflegung schupfen sollen", ortet Heinisch-Hosek Mehrfachbelastungen für Frauen. Daher gehe es jetzt darum, "einen drohenden Backlash zu verhindern".

Forderungen für Frauen

Ähnlich sieht das auch Doris Bures, Zweite Nationalratspräsidentin und Vorsitzende des Renner-Instituts. "Gerade in schwierigen Zeiten müssen Frauen besonders viel stemmen", sagte sie. Deswegen sei es ihr ein Anliegen, die Rolle der Frau in und nach der Krise zu thematisieren und einen Austausch zwischen Wissenschaft und Politik zu schaffen. "Gemeinsam entwickeln wir Forderungen, um Frauen eben nicht zu Krisenverliererinnen zu machen, sondern Perspektiven für eine gerechte Gesellschaft zu schaffen", so Bures.

(APA/red)

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