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SPÖ-Spitzenkandidat Schieder macht im EU-Wahlkampf Starbucks Konkurrenz

Andreas Schieder verteilte Kaffee und Jausensackerl.
Andreas Schieder verteilte Kaffee und Jausensackerl. ©APA/HANS PUNZ
Am Mittwoch staunten Passanten in der Wiener Mariahilfer Straße nicht schlecht, als sie von SPÖ-Politiker Andreas Schieder Kaffee und Jausensackerl überreicht bekamen.

Der SPÖ-Spitzenkandidat für die Europawahlen Andreas Schieder hat am Mittwoch einmal mehr – und dieses Mal mittels Aktionismus – auf eines seiner Hauptwahlkampfthemen aufmerksam gemacht. Er fordert mehr Steuergerechtigkeit für Großkonzerne. Dafür installierte er ein Pop-up-Kaffeehaus von einer Starbucks-Filiale in der Wiener Mariahilfer Straße.

Schieder servierte Kaffee für mehr “Steuergerechtigkeit”

Zwei Kaffeehaustische, ein Kellner, Fair-Trade-Kaffee in Porzellantassen und ein überdimensionaler weißer Becher mit einem abgeänderten Starbucks-Logo und den provokanten Worten “Steuer Trickser”: Mit diesem Setting wollte Schieder einmal mehr darauf aufmerksam machen, dass internationale Konzerne wie eben die US-Kaffeehauskette Starbucks weit weniger Steuern zahlen als kleine heimische Gastro-Unternehmen. “Jahresumsatz 17,6 Mio. Euro, dafür 803 Steuern bezahlt!”, ist dazu auf Plakaten zu lesen.

Das Floridsdorfer Wirtshaus “Zum frohen Schaffen” würde das zehnfache an Steuern zahlen, das Cafe Haller im Bezirk Landstraße noch einen viel höheren Betrag, ärgerte sich Schieder. Mit der heutigen Aktion wolle er verdeutlichen “wo eine der großen Ungerechtigkeiten in Europa” liege: “Da läuft was falsch.”

“Steuerschlupflöcher gehören geschlossen”

Der SPÖ-Spitzenkandidat betonte, dass es dabei nicht nur um den Wettbewerb zwischen dem Kaffeehaus und der globalen Kette gehe – denn mit den Steuereinnahmen würden beispielsweise Schulen oder der U-Bahn-Bau finanziert werden. Aus diesem Grund forderte er: “Die Steuerschlupflöcher gehören geschlossen.”

Im Anschluss an sein Statement verteilten Schieder und seine Wahlhelfer Kaffee und Jausensackerl an Passanten. “Wir laden die Leute auf einen Kaffee ein, um zu zeigen, wo der Hase falsch läuft”, übte er sich abschließend noch in einem nach-österlichen Wortspiel.

(APA/Red)

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