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SPÖ-ÖVP: Sondierungsgespräche mit Schaumrollen von der Bäckerei Schwarz

Sondierungsgespräche nach der Wien-Wahl zwischen SPÖ und ÖVP mit Schaumrollen der Bäckerei Schwarz.
Sondierungsgespräche nach der Wien-Wahl zwischen SPÖ und ÖVP mit Schaumrollen der Bäckerei Schwarz. ©APA
Am Mittwoch hat im Wiener Rathaus die letzte Sondierungsrunde nach der Wien-Wahl begonnen - mit Schaumrollen von der Bäckerei Schwarz. SPÖ-Chef und Bürgermeister Michael Ludwig empfing am späteren Nachmittag die ÖVP-Abgeordneten in seinem Büro. Der türkise Parteiobmann, Finanzminister Gernot Blümel, bekräftigte, dass man gekommen sei, um ernsthafte Gespräche zu führen: "Klar ist, wir wollen mitregieren".
SPÖ-ÖVP: Sondierungsgespräche

"Wir sind als neue Volkspartei angetreten, um möglichst viel Zuspruch zu erhalten für türkise Ideen, für türkise Inhalte", sagte er beim Eintreffen. Man wolle nun ausloten, inwieweit es möglich sein werde, diese umzusetzen. Der Wiener ÖVP-Chef verwies auf den jüngsten türkisen Wahlerfolg: "Wir haben mit über 20 Prozent das beste Ergebnis der ÖVP-Wien seit 1987 erzielen können. Das ist ein schöner großer Vertrauensbeweis."

SPÖ-Chef Michael Ludwig mit türkis-schwarzer Krawatte

Begleitet wurde Blümel von Gesundheitssprecherin und Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec, dem Wiener Ex-Parteiobmann Manfred Juraczka und Innenstadt-Bezirksvorsteher Markus Figl. Medial wurde die Zusammensetzung des Teams zuvor als "schwarze" Abordnung von türkiser Seite interpretiert. Dass die SPÖ die handelnden Personen schon lange kennt, bedeutet jedoch nicht, dass es nicht auch hier schon Differenzen gab. Zuletzt machte der Bürgermeister etwa dem City-Bezirkschef in Sachen Verkehrsberuhigung einen Strich durch die Rechnung.

Wurden den NEOS am Montag Punschkrapferl und den Grünen am Dienstag veganes Gebäck kredenzt, so empfing Ludwig die Volkspartei mit Süßem von der Wiener Bäckerei Schwarz. Auch modisch nahm der Bürgermeister wieder auf den Anlass Bezug, wobei der Stadtchef wie schon bei der Wahl des Backwarenproduzenten auf Schwarz nicht verzichten wollte: Er trug eine türkise Krawatte mit schwarzen Streifen.

Nach Wien-Wahl: ÖVP will mitregieren

Das rote Team besteht neben dem Bürgermeister aus Landesparteisekretärin Barbara Novak und Klubobmann Josef Taucher. Sie trafen auf eine ÖVP, die bereits im Vorfeld wiederholt bekundet hat, mitregieren zu wollen - und die bei der Wahl am 11. Oktober deutlich gestärkt wurde. Die Volkspartei legte um rund elf Prozentpunkte auf knapp über 20 Prozent zu. Mandatsmäßig konnte eine Verdreifachung von sieben auf 22 erzielt werden. Gemeinsam würde Rot-Türkis über 68 Mandate verfügen, was deutlich mehr ist als die anderen Regierungsvarianten.

Das Gespräch im Bürgermeisterbüro war für drei Stunden angesetzt. Wann Ludwig entscheiden wird, mit wem er in Verhandlungen tritt, ist noch offen. Dem Vernehmen nach werden die roten Parteigremien Anfang kommender Woche diesbezüglich tagen. Die neue Regierung soll dann bis Mitte November stehen, wie der Wiener SPÖ-Vorsitzende kürzlich erklärt hat.

Laut Blümel wurden "durchaus Differenzen" sichtbar

Das finale Sondierungsgespräch zwischen SPÖ und ÖVP im Wiener Rathaus ist beendet - und die Chancen auf Rot-Türkis scheinen nicht sehr groß zu sein. Wiens ÖVP-Chef Gernot Blümel berichtete nach dem Treffen, dass das Gespräch sehr freundlich, inhaltlich aber auch "sehr klar" gewesen sei. "Wir haben in einigen Bereichen durchaus Differenzen wahrgenommen", betonte er.

Inhaltlich habe man zum Teil "wenig Bewegungsspielraum" gesehen, etwa wenn es um Fragen wie Deutsch vor Gemeindebau, Mindestsicherung oder den Pensionsbereich gehe, sagte Blümel. Der Wahlerfolg der ÖVP sei auch ein Auftrag, türkise Politik inhaltlich vorzubringen. Man habe darum diese Grundprinzipien heute auch dargelegt, führte Blümel aus. Über die konkreten Inhalte, so betonte er, sei Stillschweigen vereinbart worden.

Der SPÖ-Landesparteivorsitzende, Bürgermeister Michael Ludwig, wies in einer Stellungnahme gegenüber der APA ebenfalls darauf hin, dass Vertraulichkeit vereinbart wurde. "Aus SPÖ-Sicht war es ein sehr professionelles Treffen in guter Atmosphäre", ließ er wissen.

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(APA/Red.)

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