SPÖ NÖ bemängelt fehlende Corona-PCR-Tests

Laut SPÖ Niederösterreich gibt es zu wenige PCR-Gurgeltests in Niederösterreich.
Laut SPÖ Niederösterreich gibt es zu wenige PCR-Gurgeltests in Niederösterreich. ©APA/HERBERT P. OCZERET
Am Donnerstag übte die SPÖ Niederösterreich Kritik an den "nicht in ausreichender Menge" zur Verfügung stehenden PCR-Tests. Sie forderte einen detaillierten Maßnahmenplan "der auch umgesetzt werden kann".
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In die Pflicht genommen wurde von Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar vor allem die Bundesregierung, die "mit der Sicherheit und der Gesundheit der Menschen" spiele. Forderungen der SPÖ Niederösterreich nach einem detaillierten Maßnahmenplan, "der auch umgesetzt werde kann", und nach PCR-Testungen auch in Gemeinden wurde angehängt. FPÖ-Kritik an SP-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig wies Kocevar zurück.

SPÖ kritisiert: PCR-Tests seien in NÖ nicht ausreichend vorhanden

"In der dritten Stufe der Covid-Maßnahmen werden Antigentests nicht mehr akzeptiert, ungeimpften Bürgerinnen und Bürgern werden PCR-Tests allerdings vom Bund aufgezwungen. Aber diese sind nicht in ausreichender Menge vorhanden", konstatierte Kocevar. Hinsichtlich der Analyselabore bestehe zudem eine Überlastungssituation, so dass "nicht sichergestellt ist, das Ergebnis im erforderlichen Zeitraum zu erhalten".

PCR-Gurgeltests in Niederösterreich nur in Bezirkshauptstädten

Kritik kam auch an der Situation rund um PCR-Gurgeltests in Niederösterreich. Während zunächst betont worden sei, dass entsprechende Tests "flächendeckend in ganz Niederösterreich bei Spar erhältlich sind", kristallisiere sich nun heraus, dass sie nur in Bezirkshauptstädten zur Verfügung stünden - "und das nicht zum angekündigten Zeitpunkt". Bei den Apotheken herrsche bereits Überlastung. Aushelfen könnten, so Kocevar, die Kommunen. "Die Gemeinden würden in den vorhandenen Teststraßen PCR-Testungen anbieten. Aber das ist offenbar von der Bundesregierung nicht gewünscht, weil klar ist, dass zu wenige Testkits bereitstehen", befand der Parteimanager, der gleichzeitig auch als Bürgermeister von Ebreichsdorf (Bezirk Baden) fungiert.

Kocevar verteidigte Parteikollegin Königsberger-Ludwig

Kocevar verteidigte wiederum als Reaktion auf die FPÖ-Kritik seine Parteikollegin: "Landesrätin Königsberger-Ludwig streckt sich seit Beginn der Pandemie nach der Decke, versucht für Sicherheit für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher zu sorgen." Das schaffe die "Chaos-Truppe von Bundesregierung" seit Ausbruch der Corona-Krise nicht. "Die Bundesregierung hat auch die Vorbereitung auf eine mögliche vierte Welle versemmelt und trägt die alleinige Verantwortung für die fehlende Umsetzbarkeit der von ihr auferlegten Regeln", meinte Rupert Dworak, Präsident des sozialdemokratischen NÖ Gemeindevertreterverbandes (GVV). Die Freiheitlichen bezeichnete Dworak als "Spalter", damit seien die Blauen "die intensivsten Förderer dieser Gesundheitskrise".

(APA/red)

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