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SPÖ-Chefin Rendi-Wagner fordert gratis Grippe-Impfung für alle

Bisher lag die Durchimpfungsrate bei der Grippe in Österreich unter 10 Prozent.
Bisher lag die Durchimpfungsrate bei der Grippe in Österreich unter 10 Prozent. ©APA/DPA/CHRISTOPH SOEDER
Eine gratis Grippe-Impfung für alle - das fordert SPÖ-Chefin Rendi-Wagner. Die SPÖ wird eine Anfrage an Gesundheitsminister Anschober einbringen, um Fragen rund um den Grippe-Impfstoff zu klären.

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner fordert eine generelle Gratis-Impfung gegen Influenza für alle Österreicher. "Die Stadt Wien hat ihre Hausaufgaben gemacht und geht den richtigen Weg mit der kostenlosen Grippe-Impfung für alle", betonte sie in einer Stellungnahme gegenüber der APA. Zudem werde die SPÖ am (heutigen) Freitag eine parlamentarische Anfrage an Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) einbringen, um Fragen zum Beschaffungsvorgang des Grippe-Impfstoffes zu klären.

Impfung dürfe keine finanzielle Hürde sein

"Während wir noch keinen Impfstoff gegen Corona haben, können wir uns alle gegen Grippe impfen lassen. Die Grippe-Impfung ist das Beste, um eine gefährliche Überlastung der Spitäler und damit eine Überforderung des Gesundheitssystems zu vermeiden", erläuterte Rendi-Wagner. "Jeder, der sich und seine Kinder impfen lassen will, soll die Möglichkeit dazu haben", forderte die ehemalige Gesundheitsministerin. Hier dürfe es keine finanziellen Hürden geben.

Vor dem Hintergrund von Berichten aus Apotheken, wonach es große Nachfrage nach dem Influenza-Impfstoff und bereits lange Wartelisten gibt, hielt die SPÖ-Klubobfrau fest: "In Zeiten einer Jahrhundert-Pandemie darf der Gesundheitsminister die Versorgung mit Influenza-Impfstoff nicht dem Privatmarkt überlassen. Das Gesundheitsministerium ist in der Pflicht und muss für genug Grippe-Impfstoff in ganz Österreich sorgen."

Die SPÖ will nun in der der APA vorliegenden parlamentarischen Anfrage von Anschober unter anderem wissen, warum die Grippe-Impfung nicht für alle Österreicher kostenfrei ist und ob eine Gratis-Impfung für Risikogruppen oder Beschäftigte in Gesundheitsberufen angedacht ist. Weiters wird der Minister gefragt, wann mit der Verteilung der Impfdosen an die Apotheken begonnen wird und nach welchem Schlüssel die Dosen an die Bundesländer verteilt werden.

Durchimpfungsrate gegen Influenza unter 10 Prozent

Die Durchimpfungsrate gegen Influenza lag in Österreich in den vergangenen Jahren unter zehn Prozent. Für die Grippe-Saison 2020/21 sind bisher österreichweit mehr als 1,2 Millionen Impfdosen bestellt worden, in der vergangenen Saison waren es knapp 800.000 Dosen gewesen. Die Influenza-Impfung wurde vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie heuer erstmals in das kostenfreie Kinder-Impfprogramm aufgenommen. Die Stadt Wien gibt den Grippe-Impfstoff allerdings an Einwohner alle Altersgruppen gratis ab.

Großhändler fordern gute Verteilung

"Die Koordination der Impfstoff-Verteilung muss in eine Hand kommen" - diese Forderung hat der Vizepräsident des Verbandes der Arzneimittel-Vollgroßhändler (PHAGO), Bernd Grabner, am Freitag formuliert. Diese Lehre müsse man aus dem diesjährigen Umgang mit dem Grippe-Impfstoff ziehen.

"Es braucht eine gute Koordination bei der Verteilung der Impfstoffe. Bei den Grippe-Impfstoffen weiß derzeit niemand genau, welche Einrichtung welcher Stelle bzw. Organisation wie viele Dosen zur Verfügung stellt. Der Bund bestellt Impfdosen, die Bundesländer sowie einzelne Städte bestellen für sich und die Apotheken bestellen ebenso", kritisierte Grabner. Es reiche nicht, den Wirkstoff gegen eine Krankheit zu haben, die Impfdosen müssten auch gut verteilt werden. Dies sei gerade in Hinblick auf die Menge des künftigen Corona-Impfstoffes zu berücksichtigen.

Bei der Grippe-Impfung hat Österreich heuer ein Kontingent von 1,25 Millionen Dosen zur Verfügung. "Bei Corona sprechen wir von der Verteilung von bis zu neun Millionen Impfdosen", betonte Grabner. "Wir dürfen keine Zeit verlieren und sollten jetzt mit Planungen beginnen, wie die Verteilung in Österreich künftig funktionieren soll. Als Voll-Großhändler stellen wir uns auf jede logistische Herausforderung ein und werden diese auch schaffen."

(APA/Red)

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