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  • Spindelegger schlägt nach Mitterlehner-Abrechnung zurück
  • Spindelegger schlägt nach Mitterlehner-Abrechnung zurück

    Die ÖVP um ihren Obmann Sebastian Kurz will zur kritischen Abrechnung von Ex-Parteichef Reinhold Mitterlehner offiziell nichts sagen. Stattdessen taucht jetzt Mitterlehners Vorgänger Michael Spindelegger auf, um den früheren Vizekanzler zu tadeln.

    In einer der APA übermittelten Stellungnahme erklärt er, dass Reinhold Mitterlehners Abgang keine Intrige “sondern die Rettung der Volkspartei” gewesen sei. Die ÖVP sei von einer Wahlniederlage in die nächste getaumelt “und war unter Mitterlehner auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit”, so der selbst beim Wähler glücklose Spindelegger.

    APA

     

    Das Resultat der Parteiübernahme durch Kurz sei endlich wieder die ÖVP-Kanzlerschaft, soviel ÖVP-Politik wie schon lange nicht mehr und die Verhinderung von Rot-Blau unter einem Kanzler Heinz-Christian Strache, so der Alt-Vizekanzler in der übermittelten Stellungnahme. Spindelegger galt als Förderer von Kurz und hat ihn als Staatssekretär überhaupt erst in Regierungsverantwortung genommen.

    “Verletzte Eitelkeit”

    Anderer Meinung ist Mitterlehners Vorvorgänger, der als ÖVP-Obmann ebenfalls intern gescheiterte ehemalige Hoffnungsträger Josef Pröll. Dieser sprach angesichts von Mitterlehners Buch von “verletzter Eitelkeit”. Und der einstige liberale Hoffnungsträger der Volkspartei merkte an, dass die ÖVP mit Mitterlehner “immer mehr nach links gerückt” sei.

    Biografie: “Django” rechnet mit Türkis ab

    Im Zuge seiner Buch-Veröffentlichung übte am Mittwoch der frühere ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner scharfe Kritik an der türkis-blauen Koalition. Es gebe klare Merkmale, dass deren Politik “rechtspopulistisch” ausgerichtet sei. Maßnahmen wie die Senkung des Stundenlohns für gemeinnützige Tätigkeiten von Asylwerbern auf 1,50 Euro hätten “mit christlich-sozialen Grundwerten nichts mehr zu tun”.

    “Schon fast peinlicher Zynismus”

    Vielmehr seien solche Vorschläge in einem reichen Land wie Österreich “schon fast peinlicher Zynismus”, polterte der frühere Vizekanzler, der 2017 von Sebastian Kurz an der Parteispitze abgelöst worden war, im Interview mit der APA.

    Hier gibt’s die Biografie “Haltung” von Reinhold Mitterlehner
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