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SOS-Familientipps: Kindern Müllvermeidung vorleben

Schon Kindern sollte bewusst gemacht werden, wie viel Müll täglich anfällt und was damit passiert
Schon Kindern sollte bewusst gemacht werden, wie viel Müll täglich anfällt und was damit passiert ©Pixabay (Sujet)
Als Einzelperson fühlt man sich beim Thema Umweltschutz oft machtlos - aber auch kleine Schritte können schon viel bewirken. Kindern hier ein gutes Vorbild zu sein, lohnt sich - lesen Sie hier, wie das klappt.
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"Sie können mit Ihrer Familie vielleicht nicht die Welt retten. Aber auch im Kleinen kann man einen Beitrag für einen gesünderen Planeten leisten", so Heidemarie Stuck, Pädagogische Leiterin bei SOS-Kinderdorf. Zum Beispiel, in dem sich die ganze Familie bemüht, Müll zu reduzieren.

6 Tipps, wie die ganze Familie Müll vermeiden kann

"Wenn Kinder lernen, mit Ressourcen achtsam umzugehen, werden verantwortungsbewusste Erwachsene aus ihnen," gibt Stuck zu bedenken. Diese Tipps helfen dabei:

1. Bewusstsein schaffen Besprechen Sie mit Ihrem Nachwuchs, wie wichtig es ist, Müll zu vermeiden. Beobachten Sie zum Beispiel, wie viele Müllsäcke in Ihrem Haushalt in einer Woche anfallen. Wieviel Müll ist das im Jahr? Wieviel Räume könnte man damit füllen und wo kommt dieser ganze Müll hin? In vielen Städten gibt es Kinderführungen in Müllverbrennungsanlagen oder auf Mülldeponien, in denen man alle Abläufe genau erklärt bekommt.

2. Gute Jause besser verpackt Versuchen Sie beim Einpacken der Jause auf Alu- und Frischhaltefolie zu verzichten. Nutzen Sie stattdessen wiederverwendbare Jausenboxen oder Wachtücher. Diese kann man aus Stoffresten und Bienenwachs mit den Kindern selbst herstellen oder in der Drogerie kaufen. Auch beim Getränk kann viel Plastik eingespart werden: Hat Ihr Kind schon eine tolle Trinkflasche aus Glas oder Alu?

3. Plastikfrei in die Schule Hefteinbände, Schutzfolien, Lineal und Mappen - die Schultasche steckt oft voller Plastik. Überlegen Sie mit Ihrem Kind, wie man das reduzieren kann. Müssen wirklich alle Bücher foliert werden? Hefteinbände kann man auch aus altem Geschenkpapier oder Zeitungen gestalten. Daraus könnte sogar ein schönes Klassenprojekt werden, an dem sich alle Kinder, Eltern und LehrerInnen beteiligen.

4. Natürlich schön Wenn es nach Kindern geht, kann die Dekoration für Fasching, Halloween oder Geburtstag gar nicht schrill genug sein. Nach einmaliger Verwendung landet das meiste davon im Müll. Versuchen Sie darum bei Deko, Plastik und Einweg-Artikel zu vermeiden. Viele Dinge lassen sich leicht selbst gestalten - zum Beispiel Serviettenhalter aus Klopapierrollen oder Tischschmuck aus Wiesenblumen, bunten Blättern oder Zapfen.

5. Ein zweites Leben für’s Matchbox-Auto Für Kindersachen gibt es unzählige Tauschbörsen und Second-Hand-Möglichkeiten. Motivieren Sie Ihr Kind, regelmäßig Spielsachen auszumustern, mit denen es nicht mehr spielt. Und stöbern Sie auch selbst im gebrauchten Fundus - nicht jedes Geschenk muss neu gekauft werden.

6. Originell verpackt Meistens wird Geschenkpapier nur gekauft um direkt nach dem Auspacken wieder im Müll zu landen. Schon mal daran gedacht, Geschenke in buntes Altpapier wie zum Beispiel Zeitungen oder Prospekte zu wickeln? Auch alte Versand- oder Schuhkartons, Flaschen und Einmachgläser eignen sich als originelle Verpackung.

Kleine Schritte - große Wirkung

Seien Sie nicht zu streng mit sich - im Familienalltag wird es kaum möglich sein, die Mistkübel komplett leer zu lassen und "zero waste" zu praktizieren. Ein Ziel könnte aber sein, Schritt für Schritt weniger Müll zu produzieren und ein Vorbild für unsere Kinder zu sein.

Mehr SOS-Familientipps für den Alltag mit Kindern und Jugendlichen finden Sie auf der SOS-Kinderdorf-Website.

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