Sorge um Wiener Palais Clam-Gallas

Französische Community sorgt sich erneut um Wiener Palais Clam-Gallas
Französische Community sorgt sich erneut um Wiener Palais Clam-Gallas ©APA (Sujet)
Die Französische Community sorgt sich erneut um das Wiener Palais Clam-Gallas. Ein möglicher Verkauf soll im Raum stehen.

Ein möglicher Verkauf des Wiener Palais Clam-Gallas sorgt erneut für Aufregung in der französischen Community. Die Belegschaft des dort ansässigen französischen Kulturinstituts soll über einen bevorstehenden Verkauf informiert worden sein. In der französischen Botschaft bestätigt man auf APA-Anfrage am Freitag, den Auftrag aus Paris, “die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit eines Verkaufs zu prüfen”.

Sorge um Wiener Gebäude

Die Bediensteten des Kulturinstituts in der Währinger Straße seien in internen Besprechungen über einen baldigen Verkauf informiert worden, sagt Pierre Avedikian von der Auslandsfranzosen-Vereinigung “Francais du Monde – ADFE”. Einen genauen Zeitrahmen können weder er, noch die Sprecherin der französischen Botschaft in Wien, Laurence Monnot nenne. Es gebe jedoch vonseiten des französischen Außenministeriums in Paris “das Projekt” einen möglichen Verkauf und eine Umsiedlung des Kulturinstituts an einen bisher noch nicht bekannten Ort zu prüfen, sagt Monnot. Entschieden sei jedoch noch nichts.

Man verstehe zwar, dass der französische Staat sparen müsse, sagt Avedikian. Er fürchte jedoch, “dass es unrealistisch ist, ein alternatives Gebäude in so guter und zentraler Lage zu finden”. Daher plädiere “Francais du Monde” anstelle eines Verkaufes dafür, die bisher im ganzen Wiener Stadtgebiet verstreuten französischen Vertretungsbehörden, wie das Wirtschafts- und Tourismusbüro, das Konsulat oder die UN-Vertretung, ins Palais Clam-Gallas umzusiedeln.

Gerüchte um Verkauf

Eine Idee, die auch der offizielle Vertreter der österreichischen, deutschen und südosteuropäischen Auslandsfranzosen, Pierre Yves Le Borgn, unterstützt, wie er in einem der APA vorliegenden Brief an “Francais du Monde” schreibt.

Bereits 2006 machten Gerüchte eines bevorstehenden Verkaufs des Palais Clam-Gallas die Runde und sorgten ebenso wie die Einstellung der Französisch-Sprachkurse am Kulturinstitut für Aufregung. Die Sprachkurse gibt es mittlerweile wieder, gegen den Verkauf des Palais startete “Francais du Monde” am Donnerstagabend eine Online-Petition.

(APA)

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