Sonne, Strand und … Schnee? Zum Skifahren nach Kalifornien!

Wieso sollte man sich mit Traumstränden und pulsierenden Großstädten zufrieden geben, wenn man doch so viel mehr haben kann? VIENNA.AT hat Top-Skigebiete in Kalifornien getestet: Der absolute Kick für einen Urlaub an der US-Westküste!
Skifahren in Kalifornien

Morgens 6.30 Uhr, Jogging am Venice Beach in Los Angeles, 20 Grad Lufttemperatur. Bei der Rückkehr ins Hotel klebt noch Sand an den Laufschuhen.

Mittags 14.00 Uhr, Ankunft bei leichtem Schneefall in Mammoth Lakes, -2 Grad Lufttemperatur. Beim Einchecken ins Hotel klebt noch Schnee an den Winterstiefeln.

Mammoth Mountain 2

Es ist schon verrückt, wie schnell sich das Urlaubsfeeling in Kalifornien innerhalb eines halben Tages ändern kann. Aufwachen mit Sommer-Gefühlen am Strand, Einschlafen in einer tief verschneiten Winterlandschaft, und das nach nur wenigen Stunden Autofahrt. Wer aus seinem Kalifornien-Aufenthalt das Beste rausholen will und auch mal Ski-Feeling abseits von Schladming, Semmering oder Kitzbühel erleben möchte, der plant einen Abstecher in den Schnee ein. Zwischen November und Juni herrschen in den kalifornischen Bergen die perfekten Pisten-Verhältnisse, während man in San Francisco und LA Strand und Sonne genießt. Drei Skigebiete hat der Traveller genauer unter die Lupe genommen.

Freeride-Erlebnisse leicht gemacht

Die Sierra Nevada – so lautet das Ziel des kalifornischen Schnee-Abenteuers. Mit dem Mietwagen geht es in einer knapp fünfstündigen Fahrt hinauf auf 2.400 Metern nach Mammoth Lakes, die erste Station dieser Tour. Schon beim Blick auf die trockene Statistik können Skifahrer und Snowboarder hier ins Schwärmen geraten: durchschnittlich 10 Meter Schnee pro Jahr, eine Wintersaison von November bis Juni, und dazu 300 Sonnentage jährlich.

Keine Frage, das riesige Skigebiet von Mammoth Mountain hat wunderschöne und bestens präparierte Abfahrten. Doch der eigentliche Spaß beginnt hier woanders, nämlich abseits der Piste. Kurz mal abzweigen in den Wald, den Powder erleben und die Natur spüren. Auch wer noch kein Profi im Schnee ist, der macht hier fantastische Freeride-Erfahrungen. Man verliert die Piste nie aus den Augen, zwischen den Bäumen ist ausreichend Platz und das Gefälle wählt man am besten moderat. Wer mit Helm und einem gesunden Maß an Selbstdisziplin unterwegs ist, der kann den Tiefschnee in vollen Zügen genießen.

TIPP: Eine urige Location, die man zum Aprés Ski in Mammoth Lakes auf keinen Fall auslassen sollte, ist der Clocktower Cellar. 150 Whiskeysorten und mehr als zwei Dutzend Biere vom Fass, das Publikum eine Mischung aus coolen Großstadtkids und einheimischen Urgesteinen. Und das ganze im Keller der Alpenhof Lodge, die im Besitz eines gebürtigen Österreichers ist.

Zwischen Himmel und (Spiel-)Hölle

Heavenly! In diesem Skigebiet ist der Name Programm. Himmlisch die Lage, direkt am Lake Tahoe. Und himmlisch die Aussicht von den Pisten und den Gondeln, auf den See und die weite Landschaft. Das Heavenly Mountain Resort ist eines der drei Skigebiete von South Lake Tahoe und wird regelmäßig zu den Top-Wintersportresorts in den USA gewählt. Von Mammoth Lakes aus führt uns ein etwa vierstündigen Road-Trip hierher, vorbei am malerischen Mono Lake mit seinen bizarren Fels-Formationen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA„Skiing Heavenly“ – dafür sorgen 29 Liftanlagen, die die Skifahrer und Snowboarder zu den 94 verschiedenen Pisten in allen Schwierigkeitsgraden bringen. Egal ob gemütliche und breite Panorama-Abfahrt, schwarze unpräparierte Buckelpiste oder Freestyle-Jumps im Fun-Park – hier findet jeder seine Lieblings-Strecke. Kurz vor unserem Besuch hat auch noch der so genannte „Pineapple Express“ für Neuschnee gesorgt – feuchte Luft, die von Hawaii nach Kalifornien strömt und Regen beziehungsweise Schnee mitbringt.

Typisch amerikanisch, am gasbetriebenen Lagerfeuer im Heavenly Village bei der Talstation, lässt man den himmlischen Ski-Tag ausklingen, bevor dann später am Abend die Spielhölle wartet. Denn South Lake Tahoe liegt genau an der kalifornischen Bundesgrenze, und so steht man nach einem kurzen Spaziergang plötzlich in der glitzernden Casino-Welt des benachbarten Nevada.

TIPP: Das Dinner sollte man am besten noch in einem der stylischen Lokale im Heavenly Village genießen, zum Partymachen und Zocken geht´s dann weiter in die Casinos.

Aprés-Ski „American Style“

Nach einer kurzen Nacht führt uns eine Kurven- und Aussichtsreiche Strecke schließlich nach Northstar-at-Tahoe, den letzten Stopp der „California Snow Experience“. Hier unbedingt von South Lake Tahoe aus die westliche Route am See entlang über die Emerald Bay wählen, sie ist landschaftlich reizvoller als die östliche Strecke.

Das Herz dieses Skigebietes ist das moderne, perfekt inszenierte Village mit Eislaufplatz, jeder Menge Unterkünfte, Restaurants und sonstiger Infrastruktur. So stellte man sich als Europäer den wahrgewordenen amerikanischen Traum vom Winterwonderland vor. Von hier aus führt die Gondel auf die Spitze des Mount Pluto, und dort warten einmal mehr traumhafte Abfahrten mit traumhaften Aussichten, ebenso wie geniale Strecken abseits der präparierten Pisten.

Dass die Abendgestaltung im Skiurlaub mitunter genauso wichtig ist wie die Pistenerlebnisse untertags, das weiß man als Österreicher. Und Aprés Ski im American Style erlebt man in Truckee, nur wenige Kilometer vom Skigebiet Northstar entfernt. Zunächst werden in der örtlichen Fifty Fifty Brewing Company die unterschiedlichsten Biere verkostet. Es folgen geniale Tacos beim Dinner in Margs Taco Bistro, bevor man im Mellow Fellow Pub zum Thema Bier zurückkehrt – denn hier werden sage und schreibe 40 offene Biersorten serviert. Den würdigen Abschluss findet der Abend dann bei sensationeller Live Musik in Moody’s Bistro.

Und so schnell endet die Snow Experience in Kalifornien auch wieder, in nur vier Stunden geht´s am nächsten Tag zurück nach San Francisco – wo wieder Summer-Feeling und das Meer warten.

Hotel-Tipps:

Ein sympathisches Boutique-Hotel in South Lake Tahoe ist das Basecamp Hotel, das nur ein paar Gehminuten vom Heavenly Village und der Talstation entfernt liegt. www.basecamphotels.com

In Northstar-at-Tahoe nächtigt man entweder im Village selbst, oder etwas abseits im Cedar House Sporthotel. Natur und Style werden hier gekonnt kombiniert, ein Highlight ist die abendliche Entspannung im heißen Outdoor-Whirlpool. www.cedarhousesporthotel.com

Links:

www.clocktowercellar.com

www.TahoeSouth.com

www.northstarcalifornia.com

www.margstacobistro.com

www.mellowfellowpub.com

www.moodysbistro.com

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