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Sonderschüler in Pandemie ohne Fernunterricht

Bei einer roten Coronaampel erhalten Sonderschüler keinen Fernunterricht.
Bei einer roten Coronaampel erhalten Sonderschüler keinen Fernunterricht. ©APA
Sonderschulen sind die einzige Schulform, die bei einer roten Coronaampel keinen Fernunterricht bieten. Die Wiener Personalvertretung wehrt sich nun gegen diese Bestimmung.

Schaltet die Corona-Ampel auf Rot, ist an den Schulen nur noch Fernunterricht und bei Bedarf ein Betreuungsangebot für Schüler bis 14 Jahre vorgesehen. Lediglich an den Sonderschulen soll weiter Präsenzbetrieb stattfinden. Schüler dürfen dann zwar daheimbleiben, wenn sie sich nicht zum Schulbesuch in der Lage sehen, Fernunterricht ist in diesem Fall allerdings nicht vorgesehen.

Die Lehrer hätten im Frühjahr mit viel Engagement bewiesen, dass Fernunterricht auch im sonderpädagogischen Bereich funktioniere. Es seien auch zahlreiche barrierefreie und die jeweiligen Handicaps berücksichtigende digitale E-Learning-Programme entwickelt und angewendet worden, sodass selbst Schüler mit schweren Beeinträchtigungen am Distance Learning teilnehmen konnten.

Sonderschulen ohne Fernunterricht

Die vergleichsweise vielen Schüler, die während des Lockdown im damaligen Notbetrieb an den Schulen betreut wurden, beweisen aus Sicht der Personalvertretung gleichzeitig das Engagement der Lehrer für jene Kinder und Jugendlichen, bei denen Fernunterricht nicht möglich war oder die eine Betreuung brauchten - auch wenn viele davon nicht in der Lage seien, Distanz- und Hygieneregeln einzuhalten und die Infektionsgefahr für Lehrer in diesem Bereich dementsprechend besonders hoch sei.

Dass die Sonderschulen nun als einzige Schulform bei roter Corona-Ampel keinen Fernunterricht anbieten sollen, empfinde man deshalb als "diskriminierend und ihren bewiesenen hohen Einsatz außer Acht lassend", heißt es in einer Aussendung der Personalvertretung. Durch diese Regelung werde im sonderpädagogischen Bereich die Gesundheit der Schüler - die wegen häufiger Vorerkrankungen besonders gefährdet seien - und der Lehrer stärker gefährdet als in anderen Schulformen.

600 Integrationsklassen in Wien

Die Verordnung lasse außerdem offen, ob das Präsenzunterricht-Gebot auch für die Sonderschüler in den rund 600 Wiener Integrationsklassen gilt, in denen Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam unterrichtet werden, und wie an jenen Sonderschulen vorgegangen werden soll, in denen es auch Volks- und Mittelschulklassen für Kinder ohne Beeinträchtigung gibt.

(APA/Red)

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