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Sommerhitze: Wien mit Rekordstromverbrauch

Auch Privatpersonen schaffen sich in Wien immer häufiger Klimaanlagen an.
Auch Privatpersonen schaffen sich in Wien immer häufiger Klimaanlagen an. ©pixabay.com
Am heutigen Donnerstag erwartet Wien Energie einen Stromverbrauch von bis zu 33.000 Megawattstunden. Grund sind die vielen Klimaanlagen, die bei der Hitze auf Hochtouren laufen. Noch wird allerdings im Winter mehr Strom verbraucht.
Fernkälte in Wien wird ausgebaut

Die Hitze und der dadurch bedingte Einsatz von Klimaanlagen lässt den Stromverbrauch im Großraum Wien noch vor Sommerbeginn fast auf Rekord-Höhe klettern. Für den heutigen Donnerstag erwartet die Wien Energie rund 32.500 bis 33.000 Megawattstunden (MWh) Stromverbrauch. Der vorjährige Sommer-Rekordtag (9. August) mit damals 33.200 MWh Verbrauch bei 35 Grad Außentemperatur wird damit nicht getoppt.

Mehr Klimaanlagen verbrauchen Strom

Am Vormittag hatte die Wien Energie noch gut 33.450 MWh Stromverbrauch für den heutigen Donnerstag erwartet. Zu Mittag wurde dieser Wert aber auf 32.500 bis 33.000 MWh korrigiert, nachdem sich abzeichnete, dass es doch nicht ganz so heiß werden dürfte wie ursprünglich angenommen.

Im Verlauf der aktuellen Hitzewelle mit Temperaturen über 30 Grad Celsius liegt der tägliche Stromverbrauch laut Wien Energie bei über 32.500 MWh. Damit werde im Großraum Wien pro Hitzetag etwa 6 Prozent mehr Strom verbraucht als an durchschnittlichen Sommertagen mit 25 Grad, erklärte das Unternehmen zur APA.

Kein Verbrauchrekord am Samstag

Für Samstag dieser Woche, wenn die Hitzewelle am Thermometer laut den Prognosen ihren Höhepunkt erreichen soll, erwartet die Wien Energie keine Stromrekorde, da an Wochenenden der Energieverbrauch in der Stadt durch geschlossene Büros, Geschäfte etc. deutlich zurückgeht.

Trotz des momentan hohen Bedarfs liegt der Verbrauch in Wien unter den Winter-Höchstwerten, betont die Wien Energie. In den Sommermonaten Juli/August werde rund 15 Prozent weniger Strom verbraucht als im Winter. Das liege auch an der Ferienzeit, in der sich weniger Menschen in der Stadt aufhalten.

"Noch keine amerikanischen Verhältnisse" in Wien

In der kalten Jahreszeit steige der Stromverbrauch nicht nur wegen der Heizung: Generell würden die Menschen dann mehr Zeit zu Hause sein und durch Haushaltselektronik, Licht usw. mehr Energie benötigen. Im heurigen Winter sei der höchste Tages-Verbrauch Mitte Jänner bei 38.000 MWh gelegen, um 16 Prozent unter den prognostizierten Werten für diese Woche. In Wien gebe es also "noch keine amerikanischen Verhältnisse", wo der Stromverbrauch im Sommer durch die Klimaanlagen höher ist als im Winter, betont der Versorger.

Mit Fernkälte versorgt die Wien Energie Kunden mit rund 130 Megawatt (MW) Fernkälte-Leistung, das entspreche über als 2,5 Mio. m2 klimatisierter Bürofläche. Bis 2024 will man 65 Mio. Euro in den Fernkälte-Ausbau investieren. So ist etwa am Stubenring eine zusätzliche Fernkältezentrale mit 10 MW Leistung geplant. An Tagen mit 35 Grad Celsius sei dreimal so viel Kühlleistung nötig wie an Tagen mit 25 Grad, so die Wien Energie. Experten würden damit rechnen, dass Europa in 20 Jahren gleich viel Kühlenergie wie Heizenergie benötigen wird.

(APA/red)

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