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Solidarität für Wiener Gastronom Berndt Querfeld nach Kritik an Hilfsprogrammen

Gastronom Berndt Querfeld betreibt unter anderem Das Wiener Café Landtmann.
Gastronom Berndt Querfeld betreibt unter anderem Das Wiener Café Landtmann. ©APA/HANS PUNZ
Die Kritik des bekannten Wiener Gastronomen Bernd Querfeld an den Corona-Hilfsprogrammen der Regierung und die darauffolgende Veröffentlichung seiner bisherigen staatlichen Zuschüsse zieht immer größere Kreise.

Nun haben sich Kollegen, Branchenvertreter und die FPÖ schützend hinter den Kaffeehausbetreiber gestellt.

"Causa Querfeld" zieht weitere Kreise

Im "Kurier" wird die Chefin des Wiener Café Goldegg, Jutta Scheuch, deutlich. Was mit ihrem Kollegen passiere, sei "geradezu Rufmord (...) Wenn man liest, was über ihn geschrieben wird, kriegt man richtig Angst". Christina Hummel, Chefin des Café Hummel in der Wiener Josefstadt, wird mit den Worten zitiert: "Ich bin erschüttert. Sind wir in einem Land, in dem man seine Meinung nicht mehr sagen darf?"

FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch betonte am Donnerstag in einer Aussendung: "Rechtschaffene Unternehmer, die in den letzten Jahren gemeinsam mit ihren Mitarbeitern sehr viel für das Steuer- und Sozialsystem als Beitragszahler geleistet haben, werden beim kleinsten Widerspruch gleich an den medialen Pranger gestellt. Es landen sogar vertrauliche Informationen im Zusammenhang mit Unterstützungsleistungen in der Öffentlichkeit - offenbar um einzelne Personen gefügig zu machen."

Kritik kommt auch von der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). "Nur eine Reaktion der Politik auf Berndt Querfelds berechtigten Vorwurf wäre akzeptabel gewesen: eine Entschuldigung für die bürokratische und langsame Abwicklung und ein Dankeschön an die Unternehmerfamilie für die pünktliche Überweisung von Löhnen und Gehältern für 350 Mitarbeiter", so ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer. Er wünscht sich mehr Unterstützung durch die Wirtschaftskammer, die Querfeld "null Rückendeckung" gebe.

Berntdt Querfeld äußerte im Standard-Interview harte Kritik

Querfeld, der mit seiner Familie in Wien sechs Cafés, eine Jausenstation, ein Bootshaus und ein Pub betreibt, hatte in einem "Standard"-Interview Anfang dieser Woche zu den Corona-Hilfen der Regierung gemeint: "Die Pakete sind tolle Luftballons, vielleicht gut gemeint, aber zerplatzt. Sich verschulden, Steuern stunden - ist das ein Strukturprogramm?" Die Tageszeitung "Heute" berichtete daraufhin, dass der Gastronom, laut Auskunft des Tourismusministeriums, sehr wohl Zahlungen aus den Hilfsfonds bewilligt bekommen habe. Dem Bericht zufolge soll Querfeld eine Million Euro aus der Kurzarbeitsförderung erhalten haben.

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(APA/Red)

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