So schädlich ist andauernder Lärm

Viele Menschen haben sich an Lärm bereits gewöhnt.
Viele Menschen haben sich an Lärm bereits gewöhnt. ©pixabay.com
Ob Baustellenlärm oder Verkehr: Jeder fünfte Europäer leidet unter Lärmbelastung. Dass andauernder Lärm auch schädlich für die allgemeine Gesundheit ist, gilt als bewiesen. Oft merken Betroffene das Problem aber gar nicht.

Jeder fünfte Europäer leidet laut Europäischer Umweltagentur unter gesundheitsgefährdender Lärmbelastung. Im Jahr 2050 könnte laut Weltgesundheitsorganisation WHO jeder vierte Mensch ein Hörproblem haben. "Wer eine durchgängige Geräuschkulisse gewöhnt ist, bemerkt das Problem oft gar nicht mehr oder ist sich unsicher, ob sie eine Gefahr darstellt", warnte Josef Riegler von der Bundesinnung der Hörakustiker am Montag anlässlich des Tags gegen den Lärm am 28. April (Mittwoch).

Chronischer Lärm führt zu Erkrankungen

"Die Österreichischen Hörakustiker stehen für alle Fragen rund um dieses Thema zur Verfügung - und haben auch während des Lockdowns geöffnet", betonte Riegler in einer Aussendung. "Chronischer Lärm führt nicht nur zu Hörminderung, sondern laut Studien auch zu Problemen wie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie kognitiven Einschränkungen." Hauptquelle ist der Straßenverkehr. Konkret seien 113 Millionen Menschen in Europa dauerhaftem Verkehrslärm ausgesetzt.

Unter 80 Dezibel am Tag, unter 30 in der Nacht

"Wir raten, den Lärmpegel im eigenen Wohnbereich aber auch in den Schulen und am Arbeitsplatz, wo man sich täglich aufhält, messen zu lassen. Ist dieser zu hoch - also überschreitet er über acht Stunden gemittelt 80 Dezibel(A) - dann ist es wichtig, zu handeln", erläuterte Riegler. Nachts sollte der gemittelte Lärmpegel 30 dB nicht überschreiten, um Schlafstörungen zu vermeiden. Lösungen seien der Kapselgehörschutz oder der individuelle Gehörschutz, der vom Hörakustiker nach einem Ohrabdruck maßgefertigt wird.

(APA/red)

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